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DEYBER. — DIAZ.
ein ganz besonderes Erfindungsgenie fiir Instrumente aus (Sonden, Specula, Herniotom,ktinstlieher Blutegel etc.). Seine These „Sur les fistules urinaires vaginales"(Strassburg 1828) wird als eine ausgezeichnete Monographie hervorgehoben.
Hahn bei Dechambre. Red.
Deyman, Jo an D., aus Amsterdam, wurde 1638 Student in Leyden, doehpromovirte er am 3. September 1642 in Angers (Frankreich). Er übte die ärzt-liche Praxis in seinem Geburtsorte aus und wurde 1653, als Nicolaas Tülp zumBürgermeister ernannt wurde, an dessen Stelle Praelector anatomiae bei der Chirur-gyns-Gild, in welcher Würde er durch Rembrandt (1656) auf einem nur theilweiseerhalten gebliebenen wunderschönen Anatomiestück porträtirt ist. 1655 wurde ererster Arzt am Krankenhause und starb im Jahre 1666. q e Daniels
Dezeimeris, Jean Eugene D., 1799—1852, trat zuerst mit „Quelquesreßexions sur l'kistoire de la medecine 11 (Paris 1832) auf, denen er „Lettressur l'histoire de la medecine et sur la nicessite de cette histoire, suivies desfragmens historiques" (Daselbst 1838) folgen liess. Von 1837—1839 gab D.die „Experience, Journal de med. et de chir." mit heraus. Seine bedeutendsteLeistung ist aber jedenfalls das unter Xr. 141 unseres Quellenverzeichnisses aus-führlich erwähnte, mit Ollivier und Raige-I)elorme herausgegebene, in vielerBeziehung vorzügliche biblio-biographische „ Dictionnaire historique" , welches inden Jahren 1828—1839 zu Paris erschien.
Arch. gen. de med. 1852. Red.
Dezoteux. Frangois D., aus Boulogne-sur-mer, 1724—1803, studirtein Besancon und machte sich schon früh durch seinen Eifer für die Inoculationder Pocken bemerkbar. Seine Militär-Carriere war eine sehr schnelle, da er schonin jungen Jahren Garexgeot als Chirurgien-major des Leibregimentes suceedirte,dann Inspecteur der Militär-Hospitäler, Arzt des Invalidenhauses zu Versailles undendlich consultirender Chirurg der Armee wurde. Zweimal war D. in Englandund bemühte sich, dortige Erfahrungen in der Auscultationstechnik nutzbar zumachen und zu verbreiten. Er gründete ausserdem die Chirurgenschule des Leib-regimentes, die lange Zeit eine erhebliche Anzahl tüchtiger Chirurgen ausbildete.Schriften: ,, Pieces justificatives concernant 1'inoculation" (Lons-le-Saunier 1765) —„ Tratte historique et pratique de Vinoculation 1 ' (Paris 1801).'
Dict. hist. II. Red.
Dliaväntari, s. Indische Medicin, indische Aerzte.
Diagoras, ein griechischer Arzt, von dem uns nichts weiter bekannt ist,als dass er bei Augen- und Ohrenkrankheiten die Anwendung des Opiums verwarfund zu den Autoren gehört, die Plinius in seiner Naturgeschichte benützt hat. Ihnmit dem bekannten Atheisten Diagoras von Melos zu identificiren, ist unberechtigt.
Dioscor., IV, 65. — Plin., XX, §. 198, 200. Helmreich.
Diannyere , Jean D., französischer Arzt, geboren 1701 in Donjou(Bourbonnais), gestorben 1782 in Moulins als praktischer Arzt daselbst. Schriften:
„Essai sur la meilleure manidre d'employer les vermifuges" (Journal de med.,T. IV) ■— „Considirations sur la paralysie des extremites" (Ibid. T. VII).
Unger.
Diaz de Isla, Rodrigo Ruiz D. de J., in Baeza zu Ende des 15. oderAnfang des 16. Jahrhunderts geboren, galt einst den heute wohl nur mehr sehrspärlich vertretenen Anhängern des Glaubens an den amerikanischen Ursprung derSyphilis als ein Hauptzeuge. Seine Angaben hierüber, sowie die Behauptung, dassdie Lues „in insula illa (Hispaniola) ab antiquissimis temporibus" endemisch sei,entbehren jeweder historischen Stütze, zudem ist seine Schrift voll von confusemZeug; er war, um nur eine einzige von seinen Geistesblüthen anzudeuten, dereinzige Arzt, welcher syphilitischen Kohl gesehen hatte, der durch das Aufhängen