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2 (1885) Chavet - Gwinne
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DEMOKEDES. —

DEMOURS.

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hundert Minen erhielt, trat er gegen ein Honorar von zwei Talenten bei Poly-krates von Samos in Dienst. Nach dem Sturze desselben (gestorben 522 v. Ch.)kam er als Sklave an den persischen Hof nach Susa, wo er den König D a r i u sHystaspis von einer gefahrlichen Verrenkung des Fusses, welche seine ägyptischenAerzte ohne Erfolg behandelt hatten, curirte. Auch A t o s s a, des Königs Genial in,befreite er von einem krebsartigen Brustgeschwür. Trotzdem er sich dadurch dieGunst des Königs und grosse Reichthiimer erworben hatte, konnte er die Heimatnicht vergessen. Unter dem Vor wände, demDarius als Kundschafter Dienste zuleisten, erlangte er die Rückkehr und schlug in seiner Vaterstadt seinen bleiben-den Wohnsitz auf.

Her od., III, 125, 129 — 137. — Suidas s. h. v.

Helmreich. — Cantani.

Demokrates, Servilius D., s. Damokrates.

Demokritos, aus Abdera, um 460—370 v. Chr., Zeitgenosse des Hippo-kbates , der bekannte Urheber der Atomenlehre, hat in seinen zahlreichen Schriften,deren Echtheit freilich, von einigen wenigen abgesehen, mehr oder minder zweifel-haft ist, auch medicinische Probleme erörtert, weshalb ihn Manche zum Lehrer desIIippokrates machten. Unter den von Diog. Laert. , IX , 46 aufgeführtenSchriften D.'s scheinen folgende medicinischen Inhalts gewesen zu sein: 1. „~plotvSpojTuou —■ 2. „TCipl Aoiy.töv Xo'.i/.txöv xxxöv" — 3. „~poyv<o<ji;" (über

Prognosen) — 4. „rapl Sixit /];" — 5. „irepi kosstoO xxi Toiv ü—o v6mu ßTjwov-rwv".PlixiüS erwähnt eine Schrift: „De effectu herbarum" und „De vi ac naturachamaeleontis", Caelius AureltanüS citirt Stellen aus Democrit (de Emprostho-tonicis, de Opisthotonicis und de Elephantiacis) und Gellius kannte ein Werk D.'s:,,-spi puGjj.cov -/j Xoy./.wv xxvwv", in welchem als Heilmittel gegen die meisten Krank-heiten die Musik (incertiones tibiorum) empfohlen wurde. Keine dieser Schriftenkann unbestritten als echt bezeichnet werden, da Suidas nur zwei Werke D.'sanerkennt und schon von den Alten ausdrücklich bezeugt wird, dass zahlreicheliterarische Erzeugnisse gewissenloser Fälscher unter D.'s Namen umliefen. Einsolches Product ist die dem D. untergeschobene Schrift des bolos Menijasios :„irsol munz&stöv y.xi dcvT '.-xdsiwv", die auf uns gekommen ist (gedruckt beiFabricius, Bibl. graeca, IV, c. 29). Helmreich.

Demons. Ausser einem im 16. Jahrhundert in Amiens berühmten Arzte I).existiren mehrere gleichnamige dieses Jahrhunderts, von denen jedoch keiner Hervor-ragendes geleistet hat. A. I). war 1872—1878 Mitherausgeber des „Bordeauxm6dical". Red.

Demorgan, s. de Morgan.

Demostlienes 1. mit dem Beinamen Philaletlies, Schüler des Ale-xander Philalethes , schrieb ein aus drei Büchern bestehendes Werk über denPuls, das Galen rühmend erwähnt. — 2. Von einem Demosthenes aus Massiliaführt Galen ein Recept gegen Carbunkeln an, eine im narbonensisehen Gallien häufigvorkommende Krankheit (la charbon provengale). — 3. Am berühmtesten ist derAugenarzt Demosthenes, dessen (verschollene) Schrift („Liber ophthalmicus")Oribasius in seiner Synopsis excerpirte und noch Simon von Genua (1270—1303)benutzte. Fragmente bei Orib ., Synops. VIII, 42 und 43 (7usp'. und

ropi <pXvj>iT«tvßv), Simon Janoensis und Matthäus Sylvaticüs . Die Identität derdrei D. oder wenigstens der beiden letzteren ist wahrscheinlich.

Galen, VIII, 727; XIII, 856. Helmreich'. — Magnus.

Demours, zwei berühmte Ophthalmologen. Der ältere Pierre D. wurde1702 zu Marseille geboren, wo sein Vater Apotheker war. Er studirte zu Avignonund Paris Medicin und machte im Jahre 1728 zu Avignon das Doctorexamen.Nach Absolvirung seiner Studien liess er sich in Paris nieder, woselbst er 1730zum Demonstrator und Aufseher des naturhistorischen Cabinetes bei dem königlichen