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2 (1885) Chavet - Gwinne
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145
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DELEURYE. DELICADO. 145

Aufschwünge bei, den die Pädiatrik im XVIII. Jahrhunderte nahm, indem er einLehrbuch der Kinderheilkunde schrieb: 'Tratte sur les malaclies des enfants"Paris 1772; deutsche Uebersetzung Nürnberg 1774). Seine geburtshilflichenSchriften sind folgende: Tratte des accouckemens etc." (Paris 1770; deutscheUebersetzung von J. G. Flemming, Breslau 1778; dieses Lehrbuch erfreutesich lange Zeit hindurch eines grossen Ansehens)Observations sur l'opSrationcisqrienne a la ligne blanche et sur l'usage du forceps la tete arretee audetroit mperieur" (Paris 1779, 8.). Kleinwächter.

Deleuze , J. Ph. Fr. I)., französischer Naturforseher, geboren 1753 inSisteron, schlug anfangs die militärische Carriere ein und widmete sich erst späterden Naturwissenschaften. Er wurde 1802 Gehilfe am naturhistorisehen Museum,1828 Bibliothekar dieses grossen Institutes und publicirte zahlreiche Schriften,hauptsächlich über den animalischen Magnetismus, zu dessen schwärmerischestenAnhängern er zählte. 1835 starb er. Unger.

Delfino, Fr. D., italienischer Arzt und Astronom, geboren 1477 in Padua,prakticirte in Venedig und hatte ausserordentlichen Zuspruch, wurde später wegender regelmässigen Sicherheit, mit der seine Prognosen am Krankenbette in Er-füllung gingen, der Magie verdächtig und masste Venedig verlassen. Er begabsich nach Padua, widmete sich der Astronomie, wurde Professor dieses Faches undstarb als solcher 1547. Seine Schriften sind astronomischen Inhaltes, xinger

Delgado. Unter den zahlreichen spanischen Aerzten, welche den NamenI». führen, sind zu erwähnen: Florencio D. y Soto, Arzt zu Sevilla gegenEnde des vorigen Jahrhunderts, der über einige Aphorismen des H ippokrates(Sevilla 1786, resp. 1789) und über verschiedene therapeutische Fragen seinesZeitalters, auch über thierischen Magnetismus (1787) und über Heredität (1791),schrieb; und der Augenarzt Jago D., zu Venezuela 1830 von spanischenEltern geboren. Er besuchte um 1850 die meisten berühmten Universitäten Europasund liess sich 1860 in Madrid nieder. 1872 wurde er mit der Begründung einesstaatlichen ophthalmologischen Institutes beauftragt, erlag aber bereits 1875 einemSchlaganfall. Seine Arbeiten in denAnn. d'oculistique" fanden viel Beifall; ergab W ecker's Handbuch und L iebreich's Atlas spanisch heraus. (S. auch unterD elicado.)

Hahn bei Dechambre. Red.

Delgras, Mariano !)., starb, 57 Jahre alt, zu Madrid, nachdem er sichdurch spanische Uebersetzungen medicinischer Werke, durch die Gründung des,,lioletiri de medicina cirujia y farmacia" (1852 remplacirt durch denSiglömedico"), auch durch die Mitbegründung der naturwissenschaftlichen Akademieund des Institute medico, sowie mehrerer medicinischer und wohlthätiger Gesell-schaften zu Madrid einen Namen gemacht hatte.

Hahn bei Dechambre. Red.

Delicado, Francesco 1). (auch D elicatus und D elgado , alle dreiNamen kommen in seiner Schrift vor), war wohl kein Arzt, sondern ein Priesteraus Martos in Andalusien, wahrscheinlich vor 1480 geboren und in Jaen aus-geweiht, doch spielt er in der Geschichte der Syphilidologie keine unbedeutendeRolle. Er acquirirte 1501 oder 1502 die Lues, litt an derselben, in dieser Be-ziehung ein zweiter Ulrich von Hutten, unsäglich durch 23 Jahre an denheftigsten Schmerzen und hässlichsten Geschwüren, suchte vergeblich Hilfe, bis erendlich 1524 oder 1525 in Rom durch Guajak geheilt wurde. Er schrieb darum,wie er sagt, nur aus purem Mitleid, um den übrigen Kranken den Weg zu zeigen,der zur Genesung führt. Seine Schrift hat übrigens nichts von anderen Schriftenüber den Guajak aus jener Zeit voraus, nur erwähnt er mehrmals des Vorhanden-seins der Syphilis im Jahre 1488 (also lange vor dem Zuge Karl's VIII. nachBiogr. Lexikon. ii. 10