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DELEAU. — DELEURYE.
legen. Im normalen, lufthaltigen Zustande der Trommelhöhle und bei freier Tubahört man dabei ein Geräusch, demjenigen ähnlich, welches durch auf Blätterfallenden Regen hervorgebracht wird („bruit sec de la caisse"), bei eitriger etc.Flüssigkeit in der Trommelhöhle ein gurgelndes Geräusch („bruit muqueux"). Diedurch katarrhalischen Verschluss der Tuba entstandene Schwerhörigkeit erklärt erbereits in richtiger Weise aus der veränderten Spannung, welche das Trommelfellin Folge der Resorption der Luft in der Trommelhöhle erleidet. Die zuerst vonihm nachgewiesene hörverbessernde Wirkung der Luftdouche in diesen Fällenerklärt er dahin, dass durch öftere Anwendung derselben das pathologische Secretaus der Trommelhöhle entfernt, die verengte Tuba allmälig erweitert und so dieCommunication zwischen Trommelhöhle und äusserer Luft wieder hergestellt wird.D. starb 1862. A. Lucae.
Delaroche, zwei Schweizer Aerzte. ■— Daniel D., zu Genf 1743 geboren,ging 1763 nach Leyden, wo er 1766 promovirte, und dann nach Edinburg(Cullen ). Nach Genf zurückgekehrt, war er 10 Jahre als praktischer Arztthätig, gelangte dann als Arzt der Schweizergarden nach Paris, floh aber vor derRevolution — 1792. Zurückgekehrt, leitete er das Hospital Necker, bis er 1813am Flecktyphus starb. Zwei seiner Werke: „ Analyse des fonctions du systemenerveux" (Genf 1778) und „Reclierches sur .... la fievre puerperale" (Paris1783) sind besonders hervorragend. — Der Sohn Fran c;ois D., zu Genf kurzvor 1780 geboren, 1806 Doctor (Paris), starb in derselben Typhusepidemie wie seinVater. Er hatte besonders naturwissenschaftliche Themata (Effecte der starken Hitze,Respiration der Fische etc.) zu Gegenständen seiner Arbeiten gewählt.
Hahn bei Dechambre. Red.
*Delasiauve, Louis-J. F. 1)., im „Almanaeh de medecine" als „Medecinhonoraire des alienes" an der Salpetriere verzeichnet, trat schriftstellerisch zuerst1830 mit „Quelques propositions de pathologie generale" (Paris) auf. In derFolge publicirte er mehreres Casuistische und dann seinen umfangreichen „ Traite,de l'ipilepsie; histoire; traitement; rnedecine legale" (Paris 1854). Er redigirtevon 1861—1870 das „Journal de medecine mentale" und schrieb noch Mehreresüber medieinischen Unterricht, Phrenologie etc. Red.
Deleas, A. J. D., französischer Arzt und Gelehrter, der keine Praxis übteund blos seinen wissenschaftlichen Neigungen lebte, betheiligte sich an derRedaction der „Bibliothe'que medicale" und an der Herausgabe des grossen„Dictionnaire des sciences medicales". Im Vereine mit Merat gab er heraus den„Dictionnaire universel de matiere medicale et de therapeutique, contenantVindication, la discription et Vemploi de tous les medicaments connus dansles diverses parties du globe" (Paris 1830—1846). — D. wurde geboren in Paris1786 und starb 1846 ; er war Mitglied der Akademie und während der RestaurationGeneralinspector der Universität. Unger.
Deleurye, Frangois Ange D., der am 21. August 1737 zu Paris dasLicht der Welt erblickte, zählt, namentlich in operativer Beziehung, zu den hervor-ragendsten geburtshilflichen Lehrern und Schriftstellern seines Jahrhundertes. SeinenStudien lag er in seiner Vaterstadt unter Levret und Puzos ob. Von ihm rührtder Rathschlag her, den zweiten Fuss bei bestehender Steisslage nicht zu lösen,die Extraetion von der Wendung zu trennen und sie erst danu vorzunehmen, bisdie Bedingungen zur Vornahme derselben eingetreten sind. Ebenso vortrefflich sindseine Rathschläge bezüglich der Wendung, indem er anempfiehlt, die Eihäuteerst im Fundus uteri zu sprengen, um einem vorzeitigen Wasserabfluss vorzubeugenund die Frucht nur auf einen Fuss zu wenden. Den Hebel verwirft er. Beim Kaiser-schnitte machte er, gegenüber dem früher empfohlenen Schnitte in der linkenSeite, den Schnitt in der Linea alba. Die meisten seiner Lehren haben sich alsrichtig erwiesen und werden heute noch befolgt. Er trug auch wesentlich zum