DELABERGE. — DELEAU.
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casuistischer Natur und veri'athen ein grosses Beobachtungstalent; nicht weniger
„ Quelques reflexions sur une inflammation observee chez des sujets scrofuleux"(These, Paris 1833) und die Habilitationsschrift über die Krankheitsdisposition(Daselbst 1835).
Clier eau bei Decliambre. Reil.
Delacoux (Delacoux-Deroseau ), französische Arztfamilie, deren ältestesbekanntes Mitglied Alexis D. bereits Sohn eines Arztes war. Alexis D.,1792 geboren, 1817 promovirt, zeichnete sich als Epidemienarzt 1831—1832besonders aus und siedelte 1834 nach Mexico über. Nach wechselvollen Schicksalentibernahm er das Militärhospital zu Saint-Jean-Raptiste de Tabasco, wurde aberauch hier durch die Föderalisten-Revolution 1840 vertrieben und kehrte 1844 vonMexico nach Paris zurück, wo er 1860 starb. Unter seinen Schriften beanspruchenErwähnung: das „Memoire sur le cholSra-morbus observe en Russie etc." (1832) —„Des maladies tropicales äquatoriales" (1847) — „Thermogenoses intertropicales"(Journ. des connaiss. med. et pharm. 1857).
Hahn bei Decliambre. Red.
Delacroix, s. Alsario della Croce.
Delafield , berühmter amerikanischer Ophthalmologe, 1794 geboren. Erpromovirte zu New-York 1816 mit einer Dissertation: „Onpulmonary consumption",führte sich in seiner Professur an der New-Yorker Universität mit einer gehaltvollenAntrittsrede 1837 ein, wirkte zuerst mit Rodgers zusammen und später alleinan der New York eye infirmary, deren neues Gebäude er 1856 einweihte. 1857starb er. — Der Sohn *Francis D. publicirte 1871 zuerst eine Schrift: „Tumorsofthe retina" (im Arch. f. Ophthalm. und Otologie), später indess ausser einer kleinerenSchrift über Dyspepsie (1876) besonders Werke pathologisch-anatomischen Inhalts:„A handbook of post-mortem examinations and of morbid anatomy" (New-York1872) — „Studies in pathological anatomy" (Daselbst 1878—79). Ked.
Delaporte, Pierre-Louis D., aus Brest, 1773—1853, wurde daselbstChirurgieprofessor und Nachfolger Duret's . Er beschäftigte sich wesentlich mitder Ausbildung der Methode, Aneurysmen durch Artcricnunterbindung zu heilen(Schriften hierüber Brest 1811 und 1812), gab „Propositions sur divers points depathologie" (Paris 1819) heraus und schrieb später noch Mehreres über Standes-angelegenheiten.
Hahn bei Decliambre. Red.
Deleau jeune, Nicolas D., geboren am 21. April 1797, hervorragenderfranzösischer Ohrenarzt, begann in Commercy zu prakticiren. Dann zog er nachParis und wurde daselbst am Hospice des orphelins mit der speciellen Behandlungder Ohrenkrankheiten betraut. D. hat das grosse Verdienst, eine wissenschaftlicheDiagnostik und Therapie der ohne Continuitätstrennungen des Trommelfells einher-gehenden Mittelohrerkrankungen durch allgemeine Einführung der Luftdouche(von ihm zuerst douche d'air genannt) und durch Begründung der Auseultationdes Ohres angebahnt zu haben. Es gelang ihm dies nur unter grossen Kämpfenmit seinem Landsmanne und bedeutenden Rivalen Itard . Wie dieser benutzte erden Ohrkatheter zuerst nur zu Einspritzungen, verwarf diese jedoch zu Gunstender Luftdouche zuerst in seinem „Rapport anlressS aux membres de l'admmi-stration des hospices de Paris" (Paris 1829) und entwickelte diese Ansichten desWeiteren in seiner bedeutendsten Schrift „Extrait d'un ouvrage in&dit intituletraitement des maladies de l'oreille moyenne etc." (Paris 1830). D. bedientesich elastischer Katheter und zum Lufteinblasen anfangs einer complicirten Com-pressionspumpe, später ausschliesslich des noch heute üblichen einfachen Gummi-ballons. Zur Auscultation der beim Eindringen der Luft in die Trommelhöhlewahrzunehmenden Geräusche lehrt er, das eigene Ohr an das des Kranken zu