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1 (1884) Aaskow - Chavasse
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BORDENAVE. BÖRDEL'.

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bei dieser Gesellschaft. Nack und nach wurde er Mitglied verschiedener gelehrterGesellschaften von Rom, Florenz und Paris, Commissär der Gesellschaft derWundärzte zu Paris für ihre Correspondenz. Er war ein sehr gesuchter Arzt undgeachteter Bürger, der Erste seines Standes, dem die Ehre zu Theil wurde,,Schöffe (echevin) und Mitglied der Magistratur in Paris zu werden. Seine ver-nehmlichsten Schriften sind:Essay sur la Physiologie" (1750, 1764 und4. Aufl. 1784)Elements de Chirurgie de Haller " (französische Uebersetziuig1768, 12.)Remarques sur l'insensibilite de quelques parties" (1757, 12.)Recherche* anatomiques et expirience pour eclaircir la doctrine de Hallersur la distinetion a etablir entre la sensibilite et l'irritabilite"Memoiresur l'Osteogenese" (Mem. de l 'acad de chir., gegen Duhamel)AI im. sur larespiration" (Mem. de l'acad. des scienees)Dissertation sur les antisep-tique" (Dijon und Paris 1767, Preisschrift)Mem. sur les dangers descaustiques pour la eure radicale des hernies" (Mem. de l'acad. roy. de chir.1744). Und nehen verschiedenen Artikeln über seltene Beobachtungen, Schuss-wunden , die Notwendigkeit des frühzeitigen Kaiserschnittes bei verstorbenenSchwangeren etc. noch:Mim. sur quelques exostoses de la machoire inferieure".

Eloy. Wernlier (f).

Bordeu, Theophile de B., geboren am 22. Februar 1722, gestorbenam 23. November 1776, aus einer angesehenen ärztlichen Familie zu Bearn (BassesPvrenees)-, ein Schüler Montpelliers, lebte zuerst eine Zeit lang als Lehrer amletzteren Orte, dann kurze Zeit in Paris, wo er im Jahre 1749 zum Intendantender Pyrenäen-Bäder ernannt wurde; zuletzt, seit 1752, als Arzt in Paris. B. istmit Barthez der hauptsächlichste Begründer des Vitalismus in Frankreich. Seitältester Zeit war Montpellier eines der stärksten Bollwerke des Hippokratismus,mit welchem die vitalistischen Lehren des achtzehnten Jahrhunderts sich ohne alleSchwierigkeit verbanden. In seiner bekanntesten Schrift:Ueber die Drüsen"unternahm B. das, was Haller für die Muskeln gethan, für eine zweite hoch-wichtige Gruppe der thierischen Gebilde. Er schilderte die Drüsen des mensch-lichen Körpers nach allen ihren anatomischen und physiologischen Beziehungen.In letzterer Beziehung gelangt B. indess nur zu dem von Halleb längst über-wundenen Standpunkte Stahl's . Denn dieNatur" B.'s, welche dem OrganismusOrdnung und Harmonie verleiht, ist von derAnima" des ersteren in nichtsverschieden. Die Functionen der Drüsen, wie die aller übrigen Organe könnenweder anatomisch noch chemisch erklärt werden. Sie beruhen vielmehr auf ihrenlebendigen" Eigenschaften derAnziehung" undElaboration". Aus der Ver-allgemeinerung dieses Satzes ergab sich uothwendig die Lehre, dass jeder Theildes Organismus sein eigenes Leben habe. Er wurde zum Ausgangspunkte derArbeiten Bichat's ; in der gegenwärtigen Lehre von der Zelle hat er seine Auf-erstehung gefeiert. - Weniger glücklich war es, wenn B. aus der mangelhaftenThätigkeit der Drüsen u. s. w. ebenso viele Kachexien ableitete:Milch-, Galle-,Harn-Kachexie'*. Zu eigenthiimlichen Consequeuzen wurde B. durch den Satzgeführt, welcher gleichfalls in unseren Tagen so grosse Bedeutung erlangt hat,dass das Gehirn in ebenso viele Theile zerfalle, als es Körperorgane giebt.Er wurde ein eifriger Anhänger der damals Aufsehen erregenden Lehre einesspanischen Arztes. Solano de LüCQüe , welcher aus der Beschaffenheit des Pulsesden Eintritt von Nasenbluten, Durchfällen, Schweissen u. s. w. vorhersagen wollte.B. pflichtete ihm insoferne bei, als er glaubte, dass jedes Organ bei seinen Er-krankungen und kritischen Bemühungen eine besondere Art des Pulses erzeuge(Pulsus nasalis, gutturalis, renalis etc.). (Ein Exemplar des ungemein seltenenWerkes von de Lucqe Lapis Lydius sipol. livisphi besitzt die Bibliothek desFriedrich Wilhelms-Institutes zu Berlin.) Ferner tritt bei B. bereits die Rollehervor, welche Bichat in weit grösserem Umfange dem Sympathicus zuschrieb.(Vgl. eine bisher nicht beachtete Stelle aus einer Schrift: De apoplexia von