Druckschrift 
1 (1884) Aaskow - Chavasse
Entstehung
Seite
528
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

BORDEU. BOEG.

Franc. Bayle , Professor zu Toulouse; bei BonetüS, Sepulchretum, Genf 1700,T. I, L. swt. 2, Schol. ad obs. 20.) Im Uebrigen ist B. Hippokratiker; seinVorbild in therapeutischer Beziehung Sydenhaji . Sein bedeutendster Schüler warBarthez (s . diesen). B .'s wichtigste Schriften sind folgende:Recherches ana-tomiques sur la position des glandes et sur leur action" (Paris 1752, 8.;1800, 8.)Recherches sur le pouls par rapport aux cn'ses" (Paris 1756, 8.,zuletzt Paris 1772, 8., 4 voll.)Oeuvres" (Paris 1818, 8., 2 voll.).

H. Haese r.

Börding. Jakob B., wurde 1511 in Antwerpen geboreu; starb 1560.Er studirte in Paris und Montpellier und wurde 1540 Dr. med. in Bologna.Wegen seiner Neigung zum Protestantismus gab er seine Stellung als Rector derSchule in Carpentras (in Italien) auf und ging nach Antwerpen, wo er vier Jahrelang als Arzt prakticirte und Chirurgie docirte. Auch hier wegen seiner ReligionVerfolgungen ausgesetzt, ging er 1545 nach Hamburg, wo er prakticirte undStadtarzt wurde, bis er 1549 als Professor der Medicin nach Rostock berufenwurde und zugleich als Leibarzt des Herzogs fungirte. 1557 wurde er nach demTode des Peter Capiteyn als Professor der Medicin und zugleich als Leibarztdes Königs nach Kopenhagen berufen. Den Verdacht, dem Calvinismus ergebenzu sein, musste er liier durch Ableguug eines schriftlichen Glaubensbekenntnisseswiderlegen. Er untersuchte auf Befehl des Königs Friedrich 11. die LeicheChristiaull. 1559 wurde er zum Restor der Universität gewählt. Unter seinenvon Inger.slew , Danmarks Läger. I, pag. 98 verzeichneten Schriften sind die aufMedicin bezüglichen, trotz seiner Berühmtheit, wesentlich Auszüge aus den SchriftenGalen's und Commentare zu denselben. Jakob B. ist nicht mit Christon B.(oder Bobum) zu verwechseln, welcher 1578 in Aarhus (Jütlaud) geboren, 1610Leibarzt des Prinzen Christi au, 1611 Dr. med. in Kopenhagen wurde undwelcher 1613 als Provincialmedicus in Ribe angestellt wurde, wo er 1636 zugleicheine Professur am Gymnasium annahm und 1640 starb. p ^ p anum

Borel, Pierre B., geboren 1620 in Cartres, woselbst er auch nachseiner Promotion in Montpellier Praxis übte. 1653 kam er nach Paris, wurdeConsiliarius des Königs und seiner chemisch-wissenschaftlichen Arbeiten wegenMitglied der Akademie. Zu erwähnen ist seineBibliotheca clämica, seitcatalogus librorum pidlosophorum hermeticorum" (Paris 1654). B. starb 1689.

Borelli. s. Borkelli.

Boretius, geboren am 18. Mai 1694 zu Lützen, wurde 1710 in LeydenDr. med., hielt sich dann einige Jahre in England auf, wurde, nach Deutschlandzurückgekehrt, nacheinander Mitglied der Berliner Akademie der Wissenschaften,Prof. medicus, Medicinal-Assessor, Prof. extraord., Stadtarzt, Alles dies zu Königsbergin Preussen und erhielt kurz vor seinem Tode im Jahre 1738 den Titel alskönigl. Leibarzt. Von seinen Schriften sind nur einige kleine medicinisch-casui-stischen Inhaltes (unter anderenDe epilepsia ex depresso cranio" [Königsberg1727]) erwähnenswerth. F. Falk

* Borg, Ossian Edmund B., Director des Taubstummen- und Blinden-Institutes zu Stockholm, ist daselbst am 6. August 1812 geboren, studirte von1832 an in Upsala, wurde 1839 Director und erster Lehrer des gedachten In-stitutes, dessen Verbesserung und Vergrösserung ihm wesentlich zu danken ist,so dass es 1871 eine viermal so grosse Anzahl von Zöglingen, wie 1839 aufnehmenkonnte. Durch Reisen im Auslande hatte er von den dortigen Anstalten nähereKenntniss gewonnen. Seine Schriften beziehen sich auf den Unterricht jenerUnglücklichen und sind Berichte über das von ihm geleitete Institut. Auf derskandinavischen Naturforscher-Versammlung 1863 hielt er einen Vortrag übereinen blinden und taubstummen 18jährigen Jüngling.

Wistrand, Bruzelius, Edling, I, pag. 103. G.