BORCH. — BOBDENAYE.
einer Lithotomie. Unter seinen zahlreichen von Ingerslew , Danmarks Läger. I,pag. 492 aufgezählten Schriften sind hier hervorzuheben: „Hermetis Aegyptiorurnet Gkemtcorum sapientia ab Herrn. C'onringii animadversionibus vindicata"(Kopenhagen 1674, 4.) — „Docimastice metallica" (Daselbst 1678, 4.) — ,,Delapidum generatione in macrocosmo et microcosmo" (Daselbst, 4.) — „De usuplantarum indigenarum in medicina u (Daselbst 1688) — „Conspectus scrip-torum cJiemicorum" (Daselbst 1697). Abhandlungen in Acta mediea.
P. L. P an um.
Borchardt. Louis B. , in Schlesien 1820 geboren, starb im November1883 zu Manchester. Er nahm bereits in den Jahren 1846—1848 in Breslaueine geachtete ärztliche Stellung ein und hatte im Verein mit Heinrich Simonund anderen freisinnigen Männern die liberale Partei geführt. Als Mensch wieals Arzt gleich ausgezeichnet, eilte er als einer der Ersten in die während derJahre 1847 und 1848 vom Hungertyphus heimgesuchten Gegenden Oberschlesiensund entfaltete dort in schönem Wetteifer mit ViRCHOW eine umfassende undsegensreiche Thätigkeit. Von der Krankheit selbst niedergeworfen, versäumte ereinen Theil der Märzereignisse, warf sich aber nach seiner Genesung mit allerEnergie seines elastischen Geistes in die politische Bewegung. Eine im September1848 gehaltene Rede über das Ministerium Brandenburg-.Manteuffel trug ihm einemehrjährige Gefängnisshaft auf der Festung Glatz ein, nach deren Absolvirung erdie ärztliche Praxis in Glatz selbst mit grossem Erfolg aufnahm. Man nahm ihmim Verwaltungswege, obwohl er im Besitze der bürgerlichen Ehrenrechte war, dieBefugniss zur Praxis, um ihn brotlos zu machen. B. wanderte deshalb nach Eng-land aus und erwarb sich in wenigen Jahren in Bradford und dann in Manchestereine ärztliche Stellung und Bedeutung, welche weit über die Grenzen seines Wohn-ortes hinaus Geltung erlangten. Einen besonderen Namen erwarb er sich durchdie Leitung eines grossen Kinderhospitals. Nach 25jähriger Thätigkeit an dem-selben gab das leitende Comite seinem Gefühle der Dankbarkeit in der in Englandnicht gerade häufigen Art Ausdruck, dass es B.'s Marmorbüste im Ordinationssaaledes Hospitals aufstellte. K e (1
Borda Sii 'O, zu Pavia 1761 geboren, Schüler TissotV und PeterFrank's , war Professor der Arzneimittellehre an der Universität Pavia und erwarbsich eineu grossen Namen als praktischer Arzt. 1817 veröffentlichte er seine„Primae lineae topographiae medicae agri Ticinensis". Warmer Anhänger derkasori 'schen Anschauungen und kühner Versucher giftiger Arzneimittel, übte ereinen nicht unbedeutenden Einfluss auf seine medieinischeu Zeitgenossen aus.Wegen politischer Anschauungen von der österreichischen Regierung verfolgt, zoger sich nach Mailand zurück und starb im Jahre 1824. Cantani
Borde, auch Boorde, Andreas B. (Perforatüs ), englischer Arzt undpopulär-medicinischer Schriftsteller aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, 1542 inMontpellier promovirt, lehrte an der Oxforder Universität und soll nach einigenNachrichten Arzt Henry's VII. gewesen sein. Von seinen angeblich sehr zahl-reichen Schriften führt die unten genannte Quelle nur auf: „ The breviarie ofhealth" (Oxford T. I, 1547; T. II. 1575) und „Gompendyons regiment or dietaryof health made in inount Pyllor" (Oxford 1862, posthum, da B. 1549 starb).
Biogr. med. II. Eed
Bordenave, Toussaint 15., war zu Paris am 12. April 1728 geborenund starb ebendaselbst am 12. März 1782. Sein Vater, ebenfalls Chirurg, hatteihn für seinen Stand bestimmt uud ihm eine sehr gute Vorbildung, auch in Sprachen(damals unter Personen seiner Stellung noch eine Seltenheit) geben lassen. —Im Alter von 22 Jahren machte B. als Militärchirurg den Feldzug in Flandernvon 1746 mit. Nach seiner Rückkehr wurde er von dem College de Chirurgieals Maitre des arts 1750 aufgenommen und bald darauf Professor der Physiologie