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1 (1884) Aaskow - Chavasse
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BICHAT. — BIDAULT.

dieselben mit der grössten Ausführlichkeit nach ihren physikalischen und „vitalen"Eigenschaften und berücksichtigt sehr sorgfältig das pathologische Verhalten.Einen besonders glänzenden Abschnitt bildet die Darstellung der Muskeln undihrer Thätigkcit. Die Schrift „De la vie et la mort" enthält ausser den bereitsangeführten allgemeinen Sätzen zahlreiche Versuche über die verschiedenen Artendes Todes und ihren Einfluss auf die wichtigsten Organe. Es ist höchst charakteristisch,dass It.'s Arbeiten weit früher von den Aerzten, als von den Anatomen beachtetwurden. Unverkennbar bilden sie den Ausgangspunkt zu der auf dem Gebieteder praktischen Medicin durch BrocSSAIS, Corvisart, Laennec u . s. w . herbei-geführten Umwälzung. H. Haeser.

Bicker, Georg B., wurde 1754 in Bremen geboren, 1774 in Göttingenimmatriculirt und 1777 daselbst mit der Dissertation: „De recto atque tuto nier-curii sublimati corrosivi in variis morbis usu" (Göttingen 1777, 4.) zum Doctorpromovirt. Bis zum Jahre 1817 prakticirte er in Bremen und zog dann nachCelle. Mit Olbers und Wienholt gehörte er zu den 1787 von Lavater , dersich damals in Bremen aufhielt, zum Mesmerismus Bekehrten, wandte sich jedochbald wieder von dieser Richtung ab. Von seinen Arbeiten sind zu erwähnen:„Meteria medica practica, annexis delectioribus quibusdam medicamentorwnconubiis et formulis" (Bremen 1778, 8.; deutsch: Mannheim 1781, 8.) —„Einige Bemerkungen über die Nervenfieber, besonders von dem dabei nöthigenVerhalten für Unkundige" (Bremen 1802, 8.) — „Ueber die Nachtheile derBegräbnisse in den Kirchen und Kirchhöfen der Städte" (Bremen 1812 , 8.).

Max Salomon,

* Bickerstetll, Edward Robert B., zu Liverpool 1828 geboren, studirtein Ediuburg, London, Paris vornehmlich unter Syjie und Sir W. Lawrence.1851 promovirt, begann er 1852 seine praktische Thätigkeit in Liverpool, wo erals Senior Surgeon an der Royal Infirmary und Lehrer der chirurgischen Klinikan der Medicinschule fungirt. B.'s Schriften behandeln: „Mode of death fromChloroform, excision of elhow ancl Shoulder joints, ligature of innominateartery, Lithotomy" und ähnliche Objecte des chirurgischen Faches. Red.

Bleking, Franz Anton B., wurde am 31. März 1807 zu Erfurt geboren,zuerst für den geistlichen Beruf bestimmt und kam deshalb in das Jesuiten-Collegezu Paderborn, dann studirte er aber zu Berlin Heilkunde und wurde ein beschäf-tigter Praktiker in seiner Vaterstadt. Nachdem er in den Dreissiger-Jahren zu denDemagogen gehört hatte, wurde er nach seiner Uebersiedlung nach Berlin im Jahre1842 Leibarzt des Prinzen Albrecht und blieb dies bis zu dessen Tode imJahre 1872. Er begleitete den Prinzen auf ferne Reisen, sowie nach den Kriegs-schauplätzen der Jahre 1866 und 1870. Er war Homöopath und als solcher auchschriftstellerisch thätig; einen grösseren Umfang und Werth besitzen aber seinedichterischen Werke, welche, episch und dramatisch, zwei stattliche Bände füllen.B. starb asthmatisch am 11. Januar 1873 zu Berlin. Falk.

Bidault de Villiers, F.-T. B., Arzt zu Saulieu (Cote-d'Or), war daselbst1775 geboren, besuchte die polytechnische Schule zu Paris seit ihrer Gründung,wendete sich dann dem Studium der Medicin zu und promovirte 1803 zu Paris,Er übte eine Zeit lang die Medicin zu Galway in Irland aus (oder hatte, nachAnderen, eine Reise dorthin schon vorher gemacht), kehrte darauf in seine Vaterstadtzurück und wurde daselbst Chefarzt der Hospitäler und Gefangnisse. Schriften:Remarques sur lex recidives de la rougeole" (Jonrn. de CORVISART, T. XXVII,1813) — „Recherch.es et Observations sur le pemphigus" (Journ. gen. de med.,T. L1V. 1815) — „Observations sur le diabetes mellitus" (Bibl. med., T. LXXIV,1821). Die nach seinem Tode veranstaltete Sammlung seiner Schriften „Recueüdes oeuvres posthuines de M. Bidault de Villiers" (Paris 1828) enthält eineAnzahl von Originalarbeiten und die Uebersetzungen aus dem Englischen.

Beaugrand bei Decliambre, IX, pag. 243. (}_