BIAGGI. — BJANCHI.
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Beobachtungen und Studien und legte diese in einem sehr geschätzten Werke:„Trattato del cholera morbus e clelle malattie affini" (Padova 1855) nieder. Nachseinem am 1. October 1854 erfolgten Tode wurden seine gesammten wissenschaftlichenArbeiten unter dem Titel: „Opere mediche del Dr. Leop. Biaggi Ordinate eannoitate dai Dottori G. Colleti e A. B arbb-Soncin e corredate di tavolecolorate" (in mehreren Bänden, Padova von 1855 an) herausgegeben.
v. Wurzbach, I, pag. 369. G.
Biauchelli. Mengo (Abkürzung für Domenico) B., als Arzt und Philosophberühmt, wurde um 1440 zu Faenza geboren und lebte noch 1520. Mit Uebergehungseiner philosophischen Schriften führen wir von ihm an: „De morbis particularibusa capite ad pedes, et de omnium febrium genere opus 1 ' (Yenetiis 1536, Fol.) —„De halneis, tractatus tres", die sieh, zusammen mit „De balneo Ville adDominos Lucenses ccnsilium" in dem 1553 zu Venedig gedruckten „Tractatusde balneis" befinden; ferner „Consiglio contro la peste, insieme con Tommas odel Garbo, Mengo da Faenza, ed altri autori etc." (Fireuze 1576).
Mazzuch elli, II, pag. 1124. Gr.
Biandli, Griovanni Battista B., in Turin am 12. December 1681geboren, wurde er im Alter von 17 Jahren zum Doctor promovirt und alsbaldzum Inspector der Mailänder Krankenhäuser ernannt. Im Jahre 1715 liess derHerzog von Savoyen ein anatomisches Amphitheater für seine Vorlesungen in Turinerrichten, und im Jahre 1718 lehrte er nebst Anatomie auch Chemie, Pharmaeie undpraktische Medicin. Einen Ruf als Professor an die Universität Bologna lehnte erab, um iu seiner Vaterstadt zu bleiben, wo er am 20. Januar 1761 starb. Seinewichtigsten Werke sind: „Historia liepatica, seu de hepatis structura, usibus etmorbis" (Turin 1710 und 1716; Genf 1725, mit Abbildungen) — „Ductuslacrymales novi, eorurn anatome, usus, morbi, curationes" (Turin 1715 undLeyden 1723) und „De lacteorum vasorum positionibus et fabrica" (Turin 1743,alle drei in 4.) — „De naturali in humano corpore vitiosa morbosaque gene-ratione historia," (Turin 1761, mit Abbildungen) und „Storia del mostro di duecorpi" (Turin 1749; letztere zwei in 8 .J. Ausserdem sind noch zu erwähnen:„Sei discorsi anatomici" und eine Sammlung von 54 Tafeln mit 270 anatomischenAbbildungen (Turin 1757). Cantani.
Bianchi, Giovanni Ii. (mehr unter dem Pseudonym Janus Plancksbekannt , u nter welchem er viele seiner Werke veröffentlichte), war am 3. Januar1693 in Rimini geboren, studirte in Bologna und dann iu Padua, lehrte Anatomiean der Universität Siena uud kehrte 1741 nach seiner Vaterstadt zurück, wo ermit grossem Erfolg prakticirte. Dio medicinische Literatur verdankt ihm vieleArtikel über anatomische, teratologische und anderweitige Untersuchungen und Er-fahrungen. Sein Hauptwerk ist „De monstris ac rebus monstruosis" betitelt.'Als Arzt war er bereits in jener Zeit ein unerbittlicher Gegner des Gebrauchesder Vesicantien. Iu Rimini rief er die Academia dei Lincei wieder in's Lebenzurück, deren Mitglieder in seiner Wohnung ihre Sitzungen hielten und derenGeschichte er schrieb, wofür ihm eine Medaille geprägt wurde, welche auf dereinen Seite sein Bildniss mit dem Namen Janus Plancus , auf der anderen einenLuchs mit der Unterschrift Lynceis restitutis trug. Allgemein hochgeehrt , selbstvon Mobgagni als ausgezeichneter Arzt und pathologischer Anatom gerühmt, wurdeer andererseits den heftigsten Kritiken und Schmähungen unterworfen. Er starbin Rimini am 3. December 1775.
Uffreducci. Enciclopedia medica italiana (Mailand, Vallardi). Cantani.
Aus der Zahl von vier modernen B., welche Callisen mit ihren Disser-tationen aufführt, ist nur Nieolo B. hervorzuheben, der ausserdem (mit Raikeij)„Hülle malattie che kanno regnato in Volterra negli anni ISl(i e 181? eparticolarmente sul tifo contagiosa'' schrieb. Red.