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1 (1884) Aaskow - Chavasse
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BEW. BIAGGI.

Bew, Charles B., Surgeon-dentist des Königs und der Königin zuLondon, schrieb:Opinions on the causes and effects of diseases in the teethand gums etc." (London 1819; 3. edit. 1837, w. 12 colour. plates)Opinionson the causes and effects of tlie disease denominated tic douloureux etc."(London 1824, w. plates).

Callisen, II, pag. 223; XXVI, pag. 284. Gr.

Beyer, Johann Hartmann B., geboren 1563 zu Frankfurt a. M.,promovirt zu Tübingen 1586, Physikus zu Frankfurt 1589- 1600, Schöff 1612,Bürgermeister 1614 und starb am 1. August 1625. Er hat nur kleine medicinischeSchriften hinterlassen, dagegen sich in ausgezeichneter Weise mit Mathematikbeschäftigt. Seine Stereometriae inanium nova et facilis ratio" , seine Visir-Kunst" (1603), seineConometria Mauriciana" (1620) undLogistica deci-malis" (1621) waren ihrer Zeit geschätzte Werke. Als Staatsmann fiel seinBürgermeisteramt in die Zeit der FETTMiLCH 'schen Wirren. Er ist der Erfinderder einst berühmtenFrankfurter Pillen" (Pilulae angelicae).

Stricker, Gesch. der Heilk. in Frankfurt, pag. 105, 252. Biogr. med.

W. Stricker.

Bezold, Albert von B., geboren zu Ansbach am 7. Januar 1836 alsSohn des Medicinalrathes Daniel Christoph von B., studirte in Würzburgund publicirte einige Arbeiten (physiologisch-chemischen Inhaltes) bereits währendseiner Studienzeit (1856); 1857 begab sich B. nach Berlin, um unter du Bois-Reymond's Leitung sich ganz der Physiologie zu widmen und erregte hier derartdie Aufmerksamkeit, dass man ihn noch vor der Promotion und im Alter von23 Jahren zum Extraordinarius in Jena berief, liier entstanden dieUnter-suchungen über die elektrische Erregung der Nerven und Muskeln" (1861, Be-stätigungen Pflüger 'scher Sätze), sowie die Untersuchungen über die Innerrationdes Herzens" ( 1863), über deren Resultate B. in eine mehrjährige heftige Polemikmit F. Goltz (s . diesen) gerieth. Er stellte die Behauptung auf, es befinde sichim Gehirn und Rückenmark ein auf die Herzbewegung direct excitirend wirkendesCentrum, ohne dass dasselbe durch den Sympathicus mit dem Herzen zusammen-hänge, während Goltz die bezüglichen Erscheinungen durch Vermittlung desGefasstonus (Venentonus) erklärte. Nach Würzburg im Jahre 1865 berufen,Hess B. innerhalb weniger Jahre 3 Hefte wissenschaftlicher AYerke drucken, dievon seinen dortigen Schülern und ihm selbst bearbeitete Themata aus dem Gebietedes Blutkreislaufes und der Darminnervation behandelten, speciell auch den Ein-fluss des N. splanchnicus auf die letztere darlegen sollten. B. war lange herz-leidend; bevor er die Hoffnungen Derer, welche ihn als bahnbrechendes Talentbegriisst hatten, erfüllen konnte, starb er am 2. März 1868 zu Würzburg.

Gedächtnissrede von F. v. Recklinghausen im Ber. der phys.-med. Gesellscli.December 1848. Red.

* Bezold, Friedrich B., geboren zu Rothenburg a. T. (Mittelfranken)am 9. Februar 1842, besuchte die drei bayerischen Universitäten, Wien und Berlinund wurde 1866 promovirt. Seit 1877 wirkt er als Privatdocent an der UniversitätMünchen und publicirte: Antiseptische Behandlung der Mittelohreiterungen"Experimentelle Untersuchungen über den Schallleitungsapparat des Ohres",, Erkrankungen des Warzentheiles" (sämmtlich im Archiv für Ohrenheilkundevon Tköltsch)Otomykosis" (in den Vorträgen zur Aetiologie der Infections-krankheiten, München 1881)Fibrinöses Exsudat auf dem Trommelfell"(Virchow's Archiv) hie Perforation des Warzenfortsatzes vom ana-tomischen Standpunkte" (Monatsschr. für Ohrenheilkunde) Dia Corrosions-anatomie des Ohres" (München 1882) und eine Reihe kleinerer Arbeiten.

Red.

Biag-g'i, Leopoldo B., Arzt in Padua, war daselbst am 8. April 1798geboren, wurde dort auch 1823 Doctor, unterzog die Cholera den sorgfältigsten