BEBZELIUS. — BESLEB,
Schon früh untersuchte er die Gewebe und Säfte des Thierkörpers und seine„F'&reläsningar i djurkemien" (2 Ilde., Stockh. 1806—1808) waren in mehrere»Hinsichten grundlegend für die physiologische Chemie. Auch auf diesem Gebietewendete er seine elektrochemische Theorie an, und obgleich diese Theorie nunmehrverlassen ist, und das von ihm aufgeführte Gebäude durch die rasche Entwicklungder Wissenschaft so bedeutende Veränderungen erfahren hat, dass die Geschichteder Chemie jetzt in eine neue Phase getreten ist, kann man doch nicht den ausser-ordentlichen Einfluss verkennen, den er während eines so langen Zeitraumesauf diese Wissenschaft ausgeübt hat. Unter seinen Schülern sind zu nennen:J. A. Akfvedson , v. Börnsdorf, Gmelin, Mosander, N. Nordenskjöld, Magnus,Mitscherlich , G. Rose , H. Rose, L. F. Svanberg, Ullgren, Wöhler u . A.
Ein vollständiges Verzeichnis seiner Schriften findet sich hei J. F. Sacklen:Sveriges Läkare historia Del. 1. pag. 740 ff., Supplement der vorausgenannten Arbeit,pag. 130 ff. und in Neues Supplement derselben Arbeit, pag. 41 und in Kongl. SvenskaVetenskapsakademiens handlingar, 1848, Heft 1. Weitere Einzelheiten Uber sein Leben vgl.M. M. af Pontius Schriften. Theil 1 und Bvdqvist's Inträdestal i Svenska Akademien(Sv. Akad. handlingar D. XXV). Hedenius.
Besard, Jean-Baptiste 1!., geboren in Besaueon 1576. Bekannt durchsein gegenwärtig sehr seltenes Buch: „Antrum philosophicum in quo pleraquephysica quae ad vulgarioses humani corporis afectus attinent, sine multoverborum apparatu etc." (Augsburg 1617). Unger.
* Besehe, Johann Gerhard de B., Arzt zu Christiania in Norwegen,ist am 31. Mai 1821 zu Kongsberg geboren, studirte von 1839 an Mcdicin. wurde1846 Militärarzt, nahm 1849 freiwillig an dem Schleswig'schen Feldzuge Theil,wurde 1857 königlicher Leibarzt, 1862 erster Leibarzt; er war von 1853—67Medicinal-Revisor für beide Militär-Etats, 1854—55 Mitglied einer schwedisch-norwegischen Commission zur Regelung des Militär - Sanitätswesens; seit 1856 ister in Christiania ansässig. Er schrieb: „Om det militaere Medicincdvaesen"iChristiania 1852) —• „En liden Veiledning for yngre og tilgaaende Militaer-laeger" (Christ. 1864) und in Zeitschriften, abgesehen von Auszügen aus fremdenSchriften, im Norsk Magaz. f. Laeger (2. R. III, V, VI, VIII) über Diensttüchtigkeitder Recruten, Berichte u. s. w.
Kiaer, pag. 26. Gr.
Beschorner, Friedrich Wilhelm 1!., war 1806 zu Breslau geboren,wo er 1830 mit der Dissertation „De spermatorrhoea " Dr. med. wurde. KurzeZeit darauf wurde er zweiter Arzt an der Provinzial-Irren-Heilanstalt zu Leubus,wo er Iiis 1835 blieb. 1836 gründete er die Anstalt zu Owinck, die er bis zuseinem am 20. December 1873 erfolgten Tode dirigirte. Durch seine Schrift„Der Weichselzopf nach statistischen und physiologischen Beziehungen (/ar-gestellt" (Breslau 1843) hat er das Verdienst, auf dem Wege der thatsächlichenBeobachtung die Nicht-Existenz einer „Weichselzopf" genannten Krankheit nach-gewiesen haben.
"Weyert, in Allgem. Zeitschr. f. Psychiatrie. Bd. XXX, 1874, pag. 730. 0.
Besler , eine nürnbergische Arztfaniilie von Mitte des 16. Iiis über dieMitte des 17. Jahrhunderts hinaus. Denn bereits des Basilius B. beide Brüderwaren nach ausdrücklicher Ueberlieferung Aerzte. Dieser selbst, obgleich eineZeitlang der Medicin angehörend, widmete sich später ausschliesslich der Pharmacieund der Botanik, in deren Geschichte er sich nicht nur durch die hochberühmteSchrift „Morbus Eystettensis", sondern auch durch das nach ihm benanntePflanzengenus einen glänzenden Nachruhm gesichert hat. — Sein jüngerer Bruder,Hieronymus B., 1566 geboren, wurde in Basel 1592 zum Dr. med. promovirt.In Nürnberg prakticirend und als Vorstand des Aerzte-Collegiunis daselbst vielgenannt, publicirte er neben der „Dissertatio in äug. de hydrope" nur noch eine