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1 (1884) Aaskow - Chavasse
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ARNOLD.

Bedeutung. Es erschien ferner das ProgrammAnnotationes anatomicae develamentis cerebri et medullae spinalis" (c. tab. Turici 1838, 4.)Unter-suchungen im Gebiete der Anatomie und Physiologie, mit besonderer Hinsichtauf seine anatomischen Tafeln, 1. Bändchen". Auch unter dem TitelBemer-kungen über den Bau des Hirns und Rückenmarks, nebst Beiträgen zur Phy-siologie des 10. und 11. Hirnnerven, mehreren kritischen Mittheilungen, sowieverschiedenen pathologischen und anatomischen Beobachtungen " (mit 4 Steiutafeln.Zürich 1838). Es folgten sodann dieTabulae anatomicae, quas ad naturamaccurate descriptas in lucem edidit" { Fase. I, II, IV. Turici 18381843, Fol.);das letztere Heft erschien auch unter dem Titel:Abbildungen der Gelenkeund Bänder des menschlichen Körpers" (Zürich 1843, Fol.). Die vorstehendverzeichneten Abbildungswerke, angefangen von denIcones nervorum capitis",bilden auch in künstlerischer Beziehung eine Zierde der deutschen Literatur undhaben durch die Fülle der darin niedergelegten eigenen Beobachtungen geradezudie Bedeutung von Quellen werken. Im Frühjahr 1840 übernahm A. die ana-tomisch-physiologische Professur an der Universität zu Freiburg im Breisgau undsetzte hier nicht nur seine angefangenen literarischen Unternehmungen fort, sondernbegann auch die Herausgabe einesHandbuch, der Anatomie des Menschen,mit besonderer Rücksicht auf Physiologie und praktische Medicin" (Bd. IIII.Freiburg 18431851). Zu Ostern 1845 ging A., nach wiederholter Berufung,nach Tübingen, um den dortigen Lehrstuhl der Anatomie und Physiologie einzu-nehmen und folgte im Herbst 1852 einem Rufe an die Universität Heidelberg, woer seine Lehrthätigkeit begonnen hatte und auch endigte. Seine letzten Schriften: Zur Physiologie der Galle. Denkschrift zur 50jähr. Jubelfeier des Dr.Friedr. Tiedemann im Namen der med. Facultät der Universität Heidel-berg verfasst" (Heidelberg 1854, 4.); fernerUeber die Athrnungsgrosse derMenschen. Ein Beitrag zur Physiologie und zur Diagnostik der Krankheitender Athmungswerkzeuge" (mit 8 Tafeln, Heidelberg 1855) undDie physio-logische Anstalt der Universität Heidelberg von 18531858" (mit 8 Tafeln,Heidelberg 1858) enthalten die Arbeiten A.'s über die von ihm am meisten gepflegtenThoile der Physiologie. Unter seinen Verdiensten um die letztere ist auch die inder ärztlichen Welt jetzt allgemein geltende Ansicht über den Herzstoss anzuführen,die von ihm zuerst bestimmt ausgesprochen wurde. Nimmt man zu den imV orstehenden angeführten Werken noch verschiedene Abhandlungen, die in T iede-mann's Zeitschrift für Physiologie, in v. A mmon's Zeitschrift für die Ophthalmologie,in der Salzburger medicinisch-chirurgisclien Zeitung, in den Oesterreichischen medi-cinisclien Jahrbüchern u. s. w. veröffentlicht wurden, so repräsentirt das Ganzeeine höchst umfassende und erstaunliche literarische Thätigkeit, der sich A. nebenseinem 47 Jahre lang, bis zum Herbst 1873, bekleideten Lehramte, welchem zuallen Zeiten und bis zum letzten Augenblick seine beste Kraft gehörte, gewidmethat. Sein ungemein klarer und anschaulicher Vortrag, die rastlose und unermüd-liche Belehrung und Anregung bei den Seciriibungen Seitens eines Lehrers, dessenBedeutung als Forscher und Gelehrter auch jedem Neuling bekannt war und dessenäussere Erscheinung mit jener im glücklichen Einklänge stand, konnten ihrenEinfluss auf' die jungen Mediciner nicht verfehlen. Fleiss und wissenschaftlichesStreben wurden gutes Herkommen unter denselben, und sie. erwiesen ihrem Lehrer;eine treue und dankbare Anhänglichkeit um so lieber, als der gefeierte Mann,dessen ganzes Wesen vom tiefsten Ernste getragen schien, bei dem lebhaften undim heiteren Tone gepflegten persönlichen Verkehr ein herzliches Entgegenkommenund ein wohlwollendes Verständniss für alles Thun und Denken der akademischenJugend offenbarte.

Knauff bei v. Weecli, 1, pag. 8. Callisen, I, pag. 235; XXVI. pag. 82.Engelmann, pag. 25; Supplementheft pag. 8. Gurlt.

* Arnold, Julius A., Geheimer Hofrath und Professor der pathologischenAnatomie an der Universität zu Heidelberg, ist am Ii). August 1S35 zu Zürich als