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1 (1884) Aaskow - Chavasse
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ARNOLD. ATfNOTT.

Sohn von F r i e d r i c Ii Ä. (s. oben) geboren, studirte in Heidelberg, Prag, Wien undBerlin, war Schüler von Virchow, Friedreich, Duchek , C. 0. Werer u . A., wurdeam 14. November 1859 mit der DissertationUeber die Bindehaut der Hornhautund den Greisenbogen" (Heidelberg 1860) zum Doctor med. promovirt, ist seit dem13. April 1866 Professor der pathologischen Anatomie und Director des patho-logisch-anatomischen Instituts und hat folgende Schriften und Aufsätze verfasst:Das glatte Muskelgewebe" (Leipzig 1870)Anatomische Beiträge zu derLehre von den Schusswunden" (Heidelberg 1873)Beiträge zur Entwick-lungsgeschichte des Auges" (Heidelberg 1874)Linse und Strahlenplättchen"(Handbuch der Ophthalmologie von Graefe-Saemisch ). In Virchow's Archiv-linden sich vom XXIV. Bande (1862) ab, wo eine ArbeitUeber die Endigunqder Nerven in der Bindehaut des Augapfels" die Reihe eröffnet, in fast ununter-brochener Folge der Bände werthvolle Untersuchungen A.'s, die sich auf die ver-schiedensten Gegenstände aus der Histologie und der pathologischen Anatomiebeziehen. Da eine Aufzählung unmöglich, seien der chronologischen Anordnungfolgend nach besonders diejenigen über die Sympathicusganglienzellen, die Steiss-driise, die Structur der Nebennieren, die Neubildung glatter Muskelfasern inpleuritischen Schwarten, die Glomeruli caudales der Säugethiere, das Septum derHerzarterien, den Bau der Psammome, die Entwiekelung der Blutcapillaren, dieSchädelsarcome, über Diapedesis, das Verhalten der Blutgefäss Wandungen bei derEmigration , die Kittsubstanz der Epithelien die Abscheidung indig-schwefelsaurenNatrons aus Muskel-, Knochen- und Knorpelgewebe, die feinere Structur der Zellenunter normalen und pathologischen Bedingungen (sc. der Zellen in den Geschwülsten)hervorgehoben. Aus den letzteren Jahrgängen (1881 bis 1882) stammen die imnämlichen Archiv publicirten Beiträge zur Anatomie des miliaren Tuberkels(Bd. LXXXIILXXXVIII) und die Beobachtungen über Kerne und Kerntheilungendes Knochenmarkes. (;

Arnold. Thomas A., lebte um die Mitte des 18. Jahrhunderts, geborenin Leicester, wo er ein Irrenhaus gründete. Seine Publicationen bezogen sichausschliesslich auf psychiatrische Themen (ausser einer Mittheilung über einenFall von Hydrophobie 1793, und betitelten sich:Observations on the nature,hinds, causes and yrevention of insanity", in zwei Bänden (1782 und 1786;nochmals aufgelegt 1806)Observations on the management of the insaneand particularly on the agency and importance of human and kind treatmentin effecting their eure" . A. war Mitglied des College of London und der Royalmedical soeiety von Edinburg, als er 1816 starb.

Dietionnaire historique, I. Red.

Arnott, Neil A., Arzt zu London, Erfinder des Wasserbettes, wurde am15. Mai 1788 zu Arbroatli in Angusshire geboren, besuchte die Schule zu Aberdeen,wo er ein Mitschüler von Lord Byron war, kam 1801 in das dortige MarischalCollege und war daselbst ein eifriger Schüler von Copeland , des Professors derPhysik. Er begann dann das Studium der Medicin in Aberdeen, kam 1806 nachLondon und wurde ein Schüler von Sir Everard Home im St. Georgs-Hospital.Derselbe beschäftigte sich damals besonders mit der Behandlung von Stricturenund auch sein Schüler erlernte bald die Behandlungsweise derselben. Daher kames, dass der Lehrer dem an einer Strictur leidenden Capitän eines Ostindienfahrersden Schüler 1807, wo er noch nicht 19 Jahre alt war, empfahl, um Jenen aufder langen Seereise von seinem Uebel zu befreien. So machte A. seine erste Reisenach China und benutzte dieselbe zu physikalischen und meteorologischen Beob-achtungen, führte auch in dieser Zeit an dem Capitän die damals neue Punctionder Blase vom Damme her aus. Nach England 1809 zurückgekehrt, machte er1810 eine zweite Reise nach China und hatte bei dem Transport von Truppenauf diesen Reisen eine besondere Veranlassung, seine Aufmerksamkeit verschiedenen