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1 (1884) Aaskow - Chavasse
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ANDEAL. ANDREA.

der allgemeinen Pathologie gewidmet, ein Bild des damaligen Standes desletzteren darbietet; ferner der 1843 in Paris herausgegebene, interessanteEssai d'hematologie pathologique", in welchem zum Theil die Resultate derin Gemeinschaft mit dem berühmten Chemiker Gavarret und mit La. Fond vor-genommenen und in zwei Memoires dem Institute 1840 und 1842 vorgelegtenBlut-Untersuchungen enthalten. Es ist ein auf geläuterter humoralpathologischerAnschauung beruhender Versuch, das Blut als das wichtigste und einflussreichsteGewebe des Körpers in seiner semiotischen und differentiell-diagnostischen Bedeutungbei den verschiedenartigsten Krankheitszuständen mehr als bisher zur Geltung zubringen. Chemische (und mikroskopische) Blutanalysen bei Plethora, Anämie, beiPyrexien, Phlegmasien, Hämorrhagien, Hydropsien, bei denvulgär sogenannten"organischen Krankheiten und endlich bei Neurosen sollen diesem Zweck dienen,der allerdings mit den damaligen Hilfsmitteln nur unvollkommen erreicht werdenkonnte. Zu erwähnen bleibt endlich noch, dass A. 1837 die Werke seinesgrossen Vorgängers Laennec mit Anmerkungen herausgab, sowie dass seineeigenen an der medicinischen Facultät gehaltenen Vorlesungen über internePathologie gewissermaassen das ergänzende Seitenstück seiner medicinischenKlinik 1848 , durch Latour herausgegeben, im Druck erschienen.

Hinsichtlich der biographischen Details vgl. unter Anderen: Gaz. hebdomadaire vom18. Februar 1876; Progres medieal vom . 26. Februar 1876 u. s. w.

A. Eulenburg.

Andre, vier französische Aerzte. Nicolas A., Chirurg zu Versailles,war am 15. October 1704 zu Pijon geboren, wurde 1729 in die Genossenschaftder Chirurgen zu Versailles aufgenommen und wurde auch Chirurg der Maisonroyale von Saint-Cyr. Von der Mitte des Jahrhunderts an, beginnend mit einerDissertation sur les maladies de l'uretre qui ont besoin de bougies" (Paris etVersailles 1751), überschwemmte er das Land mit einer Fluth von Schriften, diedazu bestimmt waren, die vorzüglichen Eigenschaften seiner Bougies, die gleichzeitigdigestiv, suppurativ, mundificativ, detersiv und siccativ sein und daher für jedenPatienten gleich gut passen sollten, bekannt zu machen und zugleich alle vonseinen Vorgängern, Zeitgenossen und sogar Nachfolgern angewendeten Methodenzu verurtheilen. Es ist nicht nötliig, die übrigen, den Stempel der grössten Char-latanerie an sich tragenden nnd denselben- Gegenstand behandelnden Schriften zuerwähnen; dagegen sei eine Schrift:Observations pratiques sur les maladies del'uretre et sur plusieurs faits convulsifs, et la querison de plusieurs maladieschirurgicales etc." (Paris 1756) hier angeführt, weil darin A. zuerst (vor JohnFothekgill ) den Tic doloureux des Gesichtes näher beschrieben, auch in einemFalle einen solchen mittelst Durchschneidung des N. infraorbitalis und nachfolgenderAetzung geheilt hat.

Biogr. med., I, pag. 245. Dict. hist. I, pag. 133. G.

Andre, E s p r i t A., von Montpellier, schrieb über Un certain suchuileux nouvellement decouvert en Languedoc pres Oabian" (Montpellier 1605).

Fran^ois A., Professor in Caen, richtete gegen Bayle die 1677 und zumzweiten Male 1680 in Paris erschienenenEntretiens sur l'acide et sur l'alkali".

Pierre A. hinterliess einen Traite de la joeste, de la preparation ded'antimoine et de la dyssenterie" (Poitiers 1563). j> e ( j

Andre, Will am A., Naturforscher in London, bearbeitete monographischdie Augen und Zähne verschiedener Thierclassen.

Philosoph. Transact. 1782, 1784. Callisen.

Andre, John A., englischer Arzt in London, ist der Verfasser einesTreatise of the virtues of Jiemloh in the eure of Cancer" (London 1761).

Red.

Andrea, Bellunese A., oder A. Bongajo, Mongajo, s. Alpago.