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1 (1884) Aaskow - Chavasse
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Einleitung.

concrete reinsachliche Punkte der Aufgabe selbst, welche unser Zaudernreichlich begründeten.

Der eine Punkt bezog sich auf das besondere HervorhebenderGegenwart". Nicht als ob wir je ernstlich gefürchtet hätten, dassselbst ganz Fernstehende etwa das Unternehmen verwechseln könnten miteinem jener Speculationserzeugnisse, welche sich eine gewisse Verbreitungauf Kosten der Eitelkeit beteiligter Kreise zu erringen beflissen sind. Nebender grossen und liberalen Anlage des mehrbändigen Werkes konnte bereitsdie Notiz des Puschmann sehen Programms:Wo es sich um Lebende handelt,wird die Darstellung nur auf die Anführung des Thatsächlichenzu beschränken sein" (ein Vorhaben, welches wir in äusserster Strenge auf-recht zu halten entschlossen waren), uns einigermaassen vor unbegründetenVorwürfen in dieser Beziehung schützen. Aber wir zweifelten allerdingsdaran, für eine so schmucklose Wiedergabe des rein Factischen, die anPuritanismus noch die Artikel der Conversationslexika hinter sich lassensollte, der Mitarbeit unserer lebenden Collegen sicher sein zu können, undhaben lange an der Möglichkeit gefeilt, die Lebenden fortzulassen.Schliesslich jedoch nmssten folgende Gründe dazu führen, in dieser Richtungwenigstens ein Experiment zu machen. Gerade die deutsche Literaturwar in bibliographischer Beziehung seit dem Engelmann 'sehenAlphabetischenVerzeichniss der medicinischen, chirurgischen, geburtshilflichen, anatomischenund physiologischen Bücher" (fortgeführt bis 1867) und Kayser'sVoll-ständigem Bücherlexikon", welches die Bücher aller Wissenschaften aufzu-zählen unternimmt, den anderen Nationen gegenüber etwas in den Hintergrundgedrängt. Es konnte für unser Fach kaum eine erwünschtere Gelegenheitgefunden werden, durch eigene authentische Auskunft der Autorendie Lücken der jüngsten Jahrzehnte auszufüllen. Ausserdem garantirt abergewiss keine Maassregel eine dauerhaftere Brauchbarkeit bio- und biblio-graphischer Werke als die Mitaufnahme der zur Zeit der BearbeitungLebenden. Bei der Beschränkung auf die Verstorbenen werden noch währenddes Druckes endlose Nachträge nöthig, welche die Benutzung sonst so opulentausgestatteter und vorzüglicher Werke (wie z. B. die Allgemeine deutscheBiographie es ist) sehr erschweren. Bei der Heranziehung der Lebenden zueigener Mitarbeiterschaft unter Vorsatz eines einfachen Zeichens (*) bedarf eskeiner Weiterung als eines leichten Striches durch diese Marke und derHinzufügung der f - Jahreszahl, um ein biographisches Lexikon noch einvolles Menschenalter ohne verwirrende Nachträge verwerthbar zuerhalten. Wir haben also den Versuch mit den noch der Gegenwartangehörenden Namen gemacht und hoffen den Beweis liefern zu können,dass er selbst da, wo in den Zeitläuften begründete internationale Schwierig-keiten zu überwinden waren, nicht ganz misslungen ist.

Ein zweiter sehr schwieriger Punkt lag in der Begrenzung deszugemessenen Baumes. Bei aller Liberalität des Verlages musste dochvor Allem auch auf den Käufer des Buches die Rücksicht von vornhereingenommen werden, sich auf eine erschwingbare nicht unverhältnissmässig