Einleitung.
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kostspielige Zahl von Bänden zu beschränken. Als belehrende Vorbilder indieser Richtung konnten wir nur solche Werke zu Rathe ziehen, die, wiedas unsere, über die Grenzen eines Landes, eines Zeitalters, einer bestimmtenUniversität oder Gelehrtengemeinschaft hinausgriffen. Wie unser Verzeich-niss lehrt, gehört indess der kühne Plan, alle Jahrhunderte und alleVölker zu berücksichtigen, vornehmlich der älteren Zeit an. Brdnfels,C astellanus , Wolfgang Justus, Mangetus , allenfalls noch hutchinson",Carrere und Eloy , als Letzte Jourdan, DezeimerIs durften ihn fassen unddurchführen, während zahlreiche gleichsinnige Unternehmungen des un-geahnten Umfanges wegen über die ersten Bände, ja selbst über die erstenHefte nicht hinauskamen. In diesem Punkte hat das Betonen der hervor-ragenden Aerzte seinen ganz besonderen Sinn; wir könnten in vier Bändendie Namen aller Aerzte kaum einfach zum Abdruck bringen, — wir müsseneklektisch zu Werke gehen; und um hier an jeder Stelle gleiches Maassund gerechte Kürze walten zu lassen, gehört ein Wissen der medicinisclienVergangenheit und Gegenwart, welches kein Kundiger besitzt, sondernwelches erst im Fortschreiten der Arbeit zu erwerben möglich ist.
Mit diesem Punkte hängt auf's Unzweideutigste die dritte Schwierig-keit, das Verhältniss zu unseren Mitarbeitern, zusammen. Wirdürfen davon absehen, die glänzenden Eigenschaften besonders herauszu-streichen, welche mit so vielen dieser Namen verbunden sind, — wir könnenden grössten Skeptiker die Frage sich selbst beantworten lassen, ob dieseHerren ein warmes Herz für ihre, für unsere Wissenschaft haben, ob sie mitTact und Einsicht zu arbeiten verstehen. Aber selten mag eine Redactionvon ihren Helfern eine solche Enthaltsamkeit zu fordern genöthigt wordensein, wie wir sie fortwährend als Grundton unserer Biographie heischenmüssen. Wir dürfen nirgend langathmig werden, nie beim Gegenstande zuverweilen wagen. Weder der hochberiihnite Specialfachgenosse, noch der dieNationalität zierende Landsmann, weder der Lieblingsgegenstand eigener histo-rischen Neigung noch der dahingeschiedene Lehrer und Freund soll eineüberflüssige Länge in unseren auf die grösste Oekonomie berechneten Spaltenveranlassen. Diese Conditio sine qua non in Verbindung zu halten mit demBestreben, bei allen wichtigeren Namen zugleich auf die authentischen Quellenzurückzugehen, ja wenn möglich eine Revision derselben eintreten zu lassen,war der schwerste Punkt der gestellten Aufgabe. Es sind uns jedoch schonauf der kurzen, nach unserem Ziele zurückgelegten Theilstrecke so grosse undrührende Beweise der Entsagung und Opferfreudigkeit entgegengebrachtworden, dass wir auch die Schwierigkeit, wie sie in jener schonungs-losen Eklektik liegt, zu besiegen hoffen dürfen. —
Ueber manche technische Einzelheiten sich mit der Kritik zu ver-ständigen, könnte schliesslich wohl vortheilhaft erscheinen. Doch werden kurzespecielle Winke, wie sie zur prompten Auffindung abweichend oder unge-wöhnlich geschriebener Namen, zur Verständigung Uber die Collectiv-Artikel(Arabische, Chinesische, Egyptische, Japanische, Indische Aerzte etc.), zurFixirung des Zeitpunktes, bis zu welchem die „Lebenden" markirt sind und