Einleitung.
die Allgemeine Deutsche Biographie, Beclard's Notices et portraüs, Bakker'sPhotographs, Hirschfeld's Gallerie berühmter Kliniker u. A.). Daneben hatsich natürlich die rein bibliographische Sammelarbeit, wie die monumentalenBände des amerikanischen Index catalogue, der Koi'recht ,sehen Bibliotheea,des 100.000 Namen umfassenden PHiLLiPs 'schen Dictionary zur Genügebeweisen, ihren Platz nicht streitig machen lassen.
Der Plan zu einem neuen deutschen Unternehmen, welches in lexiko-graphischer Reihenfolge die gedrängten Lebensbilder und die bedeutungs-vollsten Schriften der hervorragenden Aerzte aller Nationen und aller Zeit-alter enthalten soll, ist — wohl a tempo mit dem Plan zur „Real-Encyclopädieder gesammten Heilkunde" — von der Verlagshandlung gefasst worden.Die Unternehmer waren von den Erfolgen, welche jenes „Inventar des Ge-sammtbesitzes der wissenschaftlichen Heilkunde unserer Zeit" errungen hatte,befriedigt; sie durften sich gehoben fühlen durch die literarische Thatsache,in der kurzen Zeit von vier Jahren ein so grossartig angelegtes und soumfassendes Werk dem deutsehen Publicum dargeboten zu haben; sie hattenden Beweis in Händen, dass bei Aufbietung angemessener Mittel undungebeugter Energie auch unsere raschlebige Zeit der Ausführung derartigerencyclopädischer Unternehmungen sympathisch gegenübersteht. Ohne einendirecten Gewinn von dem die Encyclopädie erst zu einem Ganzen abrundenden,historischen Ergänzungswerke zu erhoffen, hatten sie in der wohlerwogenenUeberzeugung von der Durchführbarkeit des „Biographischen Lexikons"dasselbe bereits 1881 den Händen der nächsten geeignetsten Arbeitskraft,denen des Prof. Tb. Puschmann , unseres jetzigen Mitarbeiters, anvertraut.
Das Programm, mit welchem derselbe im Sommer 1881. nachdembereits 47 namhafte Mitarbeiter gewonnen waren, vor das gelehrte Publicumtrat, nämlich die Lösung der Aufgabe, „eine gewissenhafte Darstellung derwesentlichen Lebensumstände, Charaktereigenschaften und wissenschaftlichenLeistungen der hervorragendsten Aerzte und eine kritische Erörterung derBeziehungen dieser Leistungen zur Heilkunde im Besonderen wie zumgeistigen Leben der Menschheit überhaupt zu geben," — entsprach denIntentionen der Verlagshandlung vollkommen. Ebenso auch der Umstand,dass um die besondere Signatur des Werkes hervorzuheben, der Titel —wie er im llebrigen noch jetzt gefasst ist, — den Zusatz „mit besondererBerücksichtigung der Gegenwart" erhalten hatte.
Die Ausführung schien auf dem besten Wege zu sein, als (zu Anfang1882) Kränklichkeit, neben starkem Anwachsen seiner Lehrtliätigkeit, sowieeine leicht begreifliche Vorliebe für historische Original arbeiten HerrnProf. Poschmann zum Rücktritt von der Herausgabe des geplanten Werkesbewogen. Man wird anerkennen, dass es für die Verleger der ganzenWucht jener oben geschilderten Ueberzeugungen bedurfte, um den Plan nochfestzuhalten, — und dies um so mehr, als die Unterzeichneten nicht ohnedie grössten Bedenken, nicht ohne die weitschichtigsten Ueberlegungen derAusfuhrung des Werkes näher getreten sind. Abgesehen von rein persönlichenZweifeln, deren Darlegung wir dem Leser ersparen, waren es einige ganz
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