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CBERSCHWÄNGERUNG - VERS. D. SCHWANG. 311

u.

ÜbCMChvangcruilg, a. Snperfoetatio.

Unfruchtbarkeit, s. Th. I. S. 896.

Ungues digitorum, s. Nägel.

Uniform, s. Montirung.

Universum, s. Natur.

Unterkiefer, s. Kopfknochen.

Unterrichtsanstalten (Zusatz zu d. Artik. Tb. II. S. 1022). Diehöchste und allgemeinste Aufgabe der Erziehung und des Unterricht» ist Aus-bildung der dem Menschen von Natur verliehenen Fähigkeiten, und ihr be-sonderer Zweck, jedem Individuum zur Entwickelung seiner gcsammten Men-scheukraft und zur moralischen Reife, ehe es in einen besondern Stand oderBeruf tritt, Anleitung zu geben. Der Ausführung dieser Idee liegen abermeist immer grosse Schwierigkeiten im Wege, und schon die Geburt, dieMacht der Gewohnheit und der Umgebungen üben auf uns einen entschiede-nen Einfluss. Zwar gedeihet oft das Kind, dem mindere Sorgfalt gewidmetwird, besser als das mit dem grössten Fleisse erzogene (weil hier die Miss-griffe der gewöhnlichen Erziehung wegfallen), und die eminentesten Geisterentwickeln sich, laut der Geschichte, unter den misslichaten und ungünstig-sten Verhältnissen; doch gewiss wird auch wol manches herrliche Talentdurch solche Umstände zurückgehalten, sodass seine Blüthe sich nie entfaltet.Die Ursache dieses Misslingens liegt häufig darin, dass Viele nicht einsehen,was der eigentliche Zweck ihres Lebens ist, oder auch darin, dass sie sichin der Wahl des Standes oder Berufes irren, dem sie sich ganz widmen soll-ten. Viele Eltern bestimmen ihre Kinder zu einem Berufe, der nicht für siepasst, oder wählen zu früh; besser ists, man sorgt für allgemeine humaneBildung des Kindes und überlässt den speciellen Beruf einer spätem Zeit undder eignen freien Wahl. — Nachzulesen ist noch: M. Schmidt, ü. d. Not-wendigkeit einer Reform im Gymnasialunterrichte etc. 1836. rec. Jahrb. derwissenschaftl. Kritik. Berl. 1837. Febr. — Ganz vorzüglich lcsensw.ertheSchriften für Eltern, Hauslehrer, Schulmänner und Erzieherinnen sind: Aie-meyer, A. H., Grundsätze der Erziehung und des Unterricht« etc. 3. Bd.Halle 1828. 8te Aufl. — IV. Harnisch, das Leben des 50jährigen Hausleh-rers Felix Kaskorbi etc. 2 Bde. 1817.

Urbes, s. Städte.

Uterus duplex, bicornis, s. Superfoetatio. •)

Uteruswunden, s. Verletzungen des Bauches.

V.

Venenum botulinum, ■. Wurstgift.

Versehen der Schwängern (Zusatz z. d. Art. Th. II. S. 1115).Choulant (Anthropologie. 2tes Bändchen. Dresden 1828. S. 59) bemerkthierüber Folgendes: „Die Wirkungen dieses Versehens werden gewöhnlichgar sehr übertrieben und fast in« Mährchenhafte gezogen. Der Gegenstand