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2 (1840) L - Z. Supplemente A - Z
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QUECKSILBER

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menem Arsenik nicht der Fall ist, sogleich, schon während des Schlingens,so auch die Zufälle ebenfalls in fünf Minuten eintreten; der Geschmack desSublimats ist auch stärker, als der des Arseniks, so auch das Brennen wäh-rend des Verschluckens und bei der Entzündung des Nahrungscanals, wiebei dein Zusammenschnüren im Schlünde; dieses wie das Brennen in dem-selben erreicht oft einen solchen Grad, dass Schlucken und Sprache verhin-dert sind, was seinen Grund in der grössern Auflöslichkeit und stärkernchemischen Wirkung des Sublimats auf die animalischen Gewebe hat; stattdes bei Arsenikvergiftungen grässlich zusammengezogenen Gesichtes findetbei Sublimatvergiftung Geschwulst und Rothe desselben, auch eher Blutab-gang beim Erbrechen und Purgiren statt, so auch eher Irritation der Harn-wege, Geschwulst und Schwärze des Scrotums und Erectio penis. (Frauen-zimmer, die durch Arsenik ihren Tod fanden, zeigen bei der Section einendunkelrothen, geschwollenen After; war aber Sublimat am Tode schuld, sofindet man die Vulva mehr dunkelroth und geschwollen, ilfoi/.) Der Subli-mat erzeugt auch eher Nervenaffectionen als der Arsenik, auch eher Be-täubung, Zittern, Gliederzurken; der Stupor nähert sich oft dem Koma, dieZuckungen gehen oft in Convulsionen über, oder es tritt Lähmung ein.Die durch Sublimat entstandenen Irritationen sind eher zu heilen, als diedurch Arsenik hervorgebrachten, auch ist der unregelmässige Verlauf derZufälle und die Complication derselben, wenn Sublimat genommen ist, sel-tener. In 2436 Stunden Tod, in lethalen Fällen kürzestens in 11 Stun-den, oft aber wol noch in kürzerer Zeit. Die Irritationen im Darmcanalstellen sich nicht immer zugleich mit dem Speichelflusse ein. Der Speichel-fluss erscheint nicht vor dem zweiten, spätestens am dritten, seltener amvierten ( Short ) Tage, am gewöhnlichsten gegen Ende des zweiten Tages;doch sah Orfila einen Fall, wo Gastroenteritis und Speichelfluss sich zugleicher Zeit einstellten. Über den Speichelfluss ist, nach Christison u. s. w.,noch Folgendes zu bemerken: Er wird zwar durch jedes Quecksilberpräpa-rat, am häufigsten aber durch die mildern Präparate, z. B. Kalomel, Merc.solubilis Hahnemanni etc. hervorgerufen, wenn diese in häufigen kleinen Ga-ben verordnet werden, oder wenn sich Leute Quecksilberdämpfen aussetzenmüssen; oft geht dem Speichelflusse ein wahres Fieber ( Febris mercurialit,talivalis) vorher, welches sich mit Eintritt des Speichelflusses bricht.

In m e dici ni s ch-geri ch tl i ch er Hinsicht ist vom Speichelflussezu bemerken, dass die Fragen vorkommen können: 1) welche GabenQuecksilber zur Hervorbringung des Speichelflusses nöthigsind; 2) ob der Mercurialspeichelfluss mit einer andern A f -fection verwechselt werden könne; 3) ob derselbe eintretenkann, wenn das Quecksilber schon eine Zeitlang ausgesetztist; 4) wie lange der Speichelfluss dauere, 5) oberaussetzen,und 6) ob e r d ten k ön ne? Ad 1. Es ist zu bemerken, dass mancheMenschen leicht, schon auf kleine Gaben, speicheln, daher hierbei viel aufEmpfänglichkeit ankommt, während Andere der Quecksilberwirkung hart-näckig, oft Monate lang widerstehen, noch Andere wol auf kleine, nichtaber auf grosse Gaben saliviren. Ad 2. Es kann ein Speichelfluss auchdurch Gold, Kupfer, Spiessglanz, Crotonöl, Digitalis, Opium, durch dieBräune (die seröse. Tolt ), durch Dysphagien, durch Einwirkung der Ein-bildungskraft entstehen, als idiopathische Krankheit auftreten (Ich behandelte1820 einen katarrhalischen Speichelfluss. Tott ); allein der Mercurialspei-chelfluss unterscheidet sich von dem aus andern Ursachen durch seinen Fort-schritt , von dem Messinggeschmacke und dem stinkenden Athem an bis zuden Ulcerationen und dem Eintritte der wirklichen Salivation, ferner durchden ihn begleitenden stinkenden Athem, die schwammige Beschaffenheit undUlceration des Zahnfleisches, welche letztere aber, wenn sie bereits mehrereTage gedauert bat, die Mercurialkrankheit kaum von den Zufällen idio-pathischer Ulceration des Mundes unterscheiden lassen, die sich durch gan-gränösen Gestank, Speichelfluss, und ausgebreiteten Sphacelus bei gesundenConstitutionen charakterisiren. In Ansehung des Eintrittes des Speichel-