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2 (1840) L - Z. Supplemente A - Z
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6 LATRINE LAUSEKRAUT

Latrfae. B. Krankenhaus.

X*attlch 9 « Lactu ca.

Iiaadanum, a. Opium.

Iianrocerasus, s. Acid um.

Maurus Camphora, b. Kampher.

Imusekraut, Delphinium Staphisagria L. (13. Classe, 2. Ordnung. Poljandria Digynia Linn., Ord. natur. Ranunculaceae). Die Honigge-fässe dieser Pflanze Bind vierblätterig, so lang als die Blume, die Blüten-stiele länger als die Nebenblätter, die Blätter tief gelappt und die Blatt-stiele haarig. Vaterland: viele Gegenden Italiens, die Insel Kandia. Diescharfen giftigen Samen werden in den Apotheken unter dem Namen L äuse-körner, Stephanskörner verkauft und zum Vertreiben des Kopfunge-ziefers häufig in Anwendung gebracht. Der wirksame giftige Bestandteildarin ist ein von Lasiaigne, Feneulle und Brandes gleichzeitig entdecktesAlkaloid, Delphin in genannt (9. Annal. de Chiuiie et de Physique. XII.S. 353. Schweigger's Journ. der Chemie XXV. S. 369), welches fest,weiss, pulverig, aber krystalliuisch ist, wie Wachs schmilzt, bitter undscharf schmeckt, im Wasser unauflöslich, in Äther und Alkohol sehr auflös-lich ist, und mit den meisten Säuren Salze bildet. Orfila (Tox. gen. I.739) fand, dass 6 Gran dieses Alkaloids, mit Wasser verdünnt in den Ma-gen eines Hundes gebracht und darin durch Unterbindung der Speiseröhreerhalten, Anstrengungen zum Vomiren, Unruhe, Schwindel, Unbeweglichkeit,schwache Convulsionen und den Tod in 2 oder 3 Stunden bewirkten. Wirddieselbe Quantität zuvor in Essig aufgelöst, so führt sie den Tod in 40Minuten herbei. Im erstem Falle, nicht aber in letzterem, pflegt man inder Regel die innere Haut des Wagens roth zu finden. Eine Unze des gequetsch-ten Samens tödtete einen Hund, wenn sie in den Magen gebracht wurde,in 40 50 Stunden, und zwei Drachmen, auf eine Wunde am Oberschen-kel gebracht, tödteten einen andern Hund in zwei Tagen. Bei ersteremThiere war ein Theil des Magens carmoisinroth; bei letzterem fand einssehr ausgebreitete Entzündung unter der Haut statt, welche bis zur viertenRippe reichte. Alle hohen perennirenden Arten des Rittersporns sindgiftig, und die Cultur derselben als Zierpflanze in Gärten sollte daher nichtgeduldet werden. Zufälle und Hilfsmittel: sind dieselben, wie beiVergiftung durch Eisenhut (s. Aconitum). Nach Orfila { Medec. legale1836. T. 3. S. 310) hat das Delphinin folgende Charaktere: Es ist weiss,fest, pulverig, undurchsichtig (so lange es nicht feucht geworden, wo essich krystallisirt), sein Geschmack ist sehr bitter und scharf, aber es istohne Geruch. Die weingeistige Auflösung färbt den Veilchensaft sehr grünund macht das durch irgend eine Säure roth gewordene Kurkumepapier wie-der blau. Concentrirte Salpetersäure, welche Morphium und Brucin rothfärbt, giebt jener Flüssigkeit eine gelbe Farbe. Die Delphininsalze, durchEssigsäure, Kleesäure, Hydrochlorsäure, Salpetersäure etc. gebildet, sindim Wasser sehr auflöslich, ihr Geschmack ist ungemein bitter und scharf;die Alkalien zersetzen sie und schlagen das Delphinin in der Form einerGallerte nieder. Sechs Gran Delphinin, in 4 Loth Wasser aufgelöst undin den Magen eines Hundes gebracht, erregen nach einigen Minuten Ekelund Würgen, ohngefähr 2 Stunden später Unruhe, Umherlaufen, Schwindel,grosse Schwäche, sodass das Thier unbeweglich ist, und sich auf die Seitewirft; eine viertel bis halbe Stunde später treten Convulsionen der Glied-massen und des Unterkiefers ein; ausserdem Durchfälle, und nach 2 bis 3Stunden der Tod. In der Leiche findet man die Schleimhaut des Magensleicht entzündet, und mit einem schwärzlichen, Faden ziehenden Schleimbedeckt; der linke Herzventrikel enthält schwarzes Blut; die Lungen sinddichter und crepitiren weniger als im gesunden Zustande. Obgleich das