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2 (1840) L - Z. Supplemente A - Z
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LAPIS CAUSTICUS - LASClVIA

S

Operation, Ale deshalb ohne dringendste Lebensgefahr nicht uuternomnieuwerden darf; denn nicht selten entsteht durch die Verletzung der Art. epi-gastrica (ine beträchtliche Blutung, und die Verletzung des Pentonaeum?,<ler fremdartige Reiz durch die Hand des Operateurs^ durch Iiistrtimente,durch den Zutritt der atmosphärischen Luft erregt sehr häufig Peritonitis undEnteritis mit tödtlicheni Ausgange. Die Indicationen zur Operation sindfolgende: 1) Wenn fremde Körper ins Cavum peritonaei oder in den Darin-canal eingedrungen sind, die dem Organismus verderblich werden, durchBrech- und Purgirmittel nicht entfernt werden können und deutlich durchdie Bauchdecken zu fühlen sind. 2) Wenn fremdartige Stoffe aus den Ein-geweiden in die Bauchhöhle gedrungen sind, z. B. Roth aus den Gedärmen,ein Foetus durch die Ruptur der Gebärmutter, Gallensteine, Blutextravasato,gallertartig verdickte Stoffe aus der Absonderung des Bauchfelles, und wenndie Punctio abdominis zur Entleerung nicht hinreicht. 3) Zur Entfernungkrankhafter Ovarien und des Balges bei Sack wasserst] cht. 4) Bei Volvu-lus, Intussusceptio, Incarceratio interna, Reclinatio uteri, bei schlimmer Ein-wärtsbeugung des Processus ensiformis ossis sterni. 5) Um den Excremen-ten einen Weg zu bahnen, wenn sie durch unheilbare Verengerungen, Ver-wachsungen oder beim Fehlen des unterm Darmstücks zurückgehalten wei-den (Anus artificialis). 6) Um einer Frucht, die sich innerhalb oder aus-serhalb der Gebärmutter befindet und auf gewöhnlichem Wege nicht gebo-ren werden kann, einen Ausgang zu verschaffen (Hvsterotoinia). Alle dieseIndicationen sind aber nur höchst allgemein gegeben und erheischen ver-schiedene Modificationen für die einzelnen Fälle, wo die Rettung oft nochdurch andere Mittel oder durch Naturhülfe möglich ist und die Laparatomieentbehrt werden kann.

Ijapig cauwtlcus, s. Alkalien und Kali.

Lapis infemalis» s. Silber.

liaryngotoiliia, der Luft röhrenschnitt. Einige wollen beidringender Geiahr der Erstickung durch im Halse stecken gebliebene fremdeKörper, durch Angina membranacea etc., die Luftröhre dicht unter derGlandula tln reoidea öffnen ( Trachcolomia ), Andere dicht unter dem Sternum(Bronchotumia ); aber beide Stellen taugen nicht für die Operation, weitman hier leicht bedeutende Gefässe: die Vena jugularis sinistra, welche überden Bronchien hergeht, verletzen und so Blutung in die Luftwege erregenkann, wodurch die Gefahr der Erstickung \ergrössert wird ( Langenbtck1.Zuweilen kann man auch bedeutende Arterienäste verletzen, deren Unter-bindung hier sehr schwierig ist. Daher ists am besten, den Larynx selbstzu öffnen. Diese Operation heisst Laryngotomie uud wird auf folgendeVVeise verrichtet. Man stellt sich auf die rechte Seite des Kranken uridlisst den Kopf desselben stark zurückbeugen, damit der Schildknorpel nachVorn hervortritt; man setzt dann die Spitze des Zeigelingers der linkenHand unter den untern Rand der Cartilago thyreoidea fest an, und spanntmit dem Daumen und Zeigefinger zu beiden Seiten des Larynx die Hautstraff, dann schneidet man mit dem Bistouri gleich unter dem linken Zeige-linger bis zum Ligamentum cricothyreoideum und bis an die Cartilago cri-i oidea. Bei diesem Verfahren fällt der Schnitt gerade zwischen die beidenKnorpel. Man reinigt nun das Ligament mit den Fingern, streicht das Zell-gewebe auf die Seite, nimmt den gebogenen platten Tvoikar, das Laryngo-iom, setzt die Spitze gerade unter dem linken Zeigefinger an und stösst siedurch das Ligamentum conoideuin s. cricothyreoideum in den Larynx. DieBlutung ist meistens gering; selbst wenn der Rainus laryngeus, entspringendaus der Art. thyreoid. superior, verletzt worden, kann keine Blutung nachInnen entstehen, weil das compriniirend wirkende Instrument dies verhütet.

Kiarynx, s. Mundhöhle und Lungen.

I*a£civia, s. Ny mphorna nia.