LAPAROSCOPIA
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sterischeu Personen ist der Unterleib oft sehr empfindlich, zuweilen nur dieeine Seite, selbst über Brust und Arme hinaus, wodurch sich der reine ner-vöse Ursprung des Übels zu erkennen giebt. Auch bei Rheumatismus derBauchmuskeln ist die äussere Haut sehr empfindlich; das Gegentheil findetbei Paralysen, bei Cholera etc. statt. Zuweilen ist nur eine begrenzte Stelleam Uuterleibe sehr empfindlich, ohne dass dieses auf ein Leiden des darun-ter liegenden Organes deutet; hysterische Neuralgien befallen bisweilen ge-wisse bestimmte Stellen in der Haut des Unterleibes (Verstimmung der peri-pherischen Nerven), so dass es grossen Scharfsinn und alle Aufmerksamkeitauf die übrigen Symptome erfordert, um sich nicht zu der Annahme einesLeidens des darunter liegenden Organs, etwa der Leber, Milz, des Colon,Uterus etc. verleiten zu lassen. Eben so wenig darf man bei Hysterischenund Hypochondristen von drückendem mit Angst verbundenem Schmerz inder Kardia auf organische Fehler des Magens oder des Pankreas schliessen,weil hier nur der Plexus solaris das Symptom verursacht. Stechende, flie-gende Schmerzen gehen nicht selten einem Anfall von Herpes Zoster oderdem Krisypelas abdominis voraus. Bei Paralysen ist oft ein brennendes Ge-fühl, bei Gelbsucht ein Jucken in der Haut des Unterleibes vorhanden. —2) Zeichen aus der äussern Beschaffenheit der Bauchdeckenin Bezug auf ihre Textur, Farbe und Gefässentwickelung.Eine glatte, weisse und glänzende Bauchhaut finden wir bei Anasarca undEmphysem, wenn die angesammelte Luft oder das Serum die Zellhaut aus-dehnt und das Blut aus den benachbarten Gefässen wegtreibt; Ascites undgrosse innere Geschwülste machen sie glatt, Erysipeias glatt und roth.Wiederholte Schwangerschaften machen sie rauh, faltig und runzelig; Alleswas die Rückkehr des Bluts verhindert: Ascites, Leberentartung, Entzün-dung oder Verstopfung der Vena cava, der Vasa iliaca und femoralia, ver-grössert äusserlich die Venen des Unterleibes. Eine aschgraue, gelblich-grüne Bauchhaut finden wir bei Leiden der Leber, der Milz und bei Lei-den des Gallensystems, doch ist eiue allein gelb gefärbte Bauchhaut nochkein bestimmtes Zeichen von Leberleiden. Eine allgemeine sehr schmuzigtiefgelbe Hautfarbe zeigt an, dass eine grosse Portion der Leber ihre na-türliche Secretionskraft noch besitzt, aber die Galle nicht mit Freiheit inden Darmcanal zu fördern vermag. Entstand diese Hautfärbung plötzlich,so ist ein Gallenstein incarcerirt und die Gallensecretion gesteigert; entstandsie allinälig und langsam, so haben wir Grund zu glauben, dass sie nichtdie Absonderung gesunder Galle selbst hindere, aber deren Zurückbleibenin der Leber bewirke und ihre Aufnahme in die allgemeine Säftemasse be-fördere. Ist die Hautfärbung schwach, gleichsam nur pomeranzengelb, sokönnen, wir annehmen, dass die Verstopfung der Gallenausgänge nicht voll-ständig ist; besteht diese Färbung Monate lang ohne Veränderung, so istdie Leber selbst desorganisirt. Folgt allmälig die gelbe Färbung und gehtsie langsam zur schmuzig dunkelgelben über, so sind vielleicht Tuberkelnund Hydatiden in der Leber vorhanden. — 3) Die aus der Gestaltungdes Unterleibes zu entnehmenden Zeichen. Bei bedeutendem Asci-tes ist der Unterleib von gespannter, cylindrischer oder eiförmiger Form,bei unbedeutendem sind nur die abhängigen Theile aufgetrieben. Bei derbedeutenden Ausdehnung durch Tympanites bildet er eine unebene An-schwellung, zumal bei mageren Kranken, mit kleinen Erhöhungen am Bo-gen des Colon, am Magen, und Vertiefungen in den Zwischenräumen. Mankann hier selbst zuweilen den Motus peristalticus äusserlich sehen, zumalwenn irgend eine Strictur oder eine mechanische Verstopfung im Darmcanalelängere Zeit bestanden und die Muskelthätigkeit desselben in eine grosseAnstrengung versetzt hat. Aus der grossen Thätigkeit des Darms über derStrictur und der Unthätigkeit desselben unter derselben lässt sich durch An-schauung auf den Sitz der Strictur oder der Obstruction schliessen. Sitzteine Wasseransammlung in den Maschen des Zellgewebes, so dehnt sich dasÜbel meist auch auf andere Theile des Unterleibes aus. Hydatiden gebenVeranlassung zu äusserst unregelmäßiger Form der Anschwellung und die
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