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Fig. 10), welche zu substanzreicheren Emulsionskugeln (b bei IY Fig. 10) werden.Diese zerfallen in kleinere derartige Kugeln (c bei IY Fig. 10), oder sie zerfliessenzu Emulsionsstreifen. Letzterer Vorgang wird durch Bewegung des Deckglases,und damit der Zusatzflüssigkeit, beschleunigt.
Will man die Pulver eingehender untersuchen — in den meisten Fällendürfte ihre Prüfung in Glycerin und Glycerin-Kalilauge genügen — so gebe maneine Probe trocken auf den Objektträger und vertheile sie durch Verschieben des
Deckglases. Dann lasse man vom Deckglasrande ausnur so viel absoluten Alkohol zufliessen, als zur Her-stellung des Präparates gerade genügt. Ansammlungvon Alkohol am Rande des Deckglases ist zu vermeiden,weil hierdurch stärkere Flüssigkeitsströmungen hervor-gerufen werden, die das Präparat unter Umständen un-brauchbar machen.
Die mikroskopische Prüfung gelungener Alkohol-präparate ergiebt die alsbaldige vollständige Entfärbungder Schollen. Diese bleiben zunächst erhalten, verlierenaber an Körperlichkeit, erscheinen also mehr flach.Die körnige oder streifige Trübung ist geblieben, ja sietritt hier deutlicher hervor als an der intakten Scholle.
Bei ziemlich vielen Handelssorten — Herkunft undGewinnung der Droge scheinen hier von Einfiuss zusein — zeigt sich, dass die entfärbten Schollen ziemlichausgiebig von Pilzmycel durchwuchert sind, an demsogar Sporen beobachtet werden können.
Giebt man etwas Wasser an den Deckglasrand —zu dessen leichterer Annahme am besten an einer Stelle,an der in Folge von Alkoholverdunstung eine Luftblaseentstanden ist —, so zerfliessen die Schollen sofort zuEmulsionsstreifen.
Aehnliche, hier aber gefärbte Streifen, die fürdie Droge ziemlich charakteristisch sind, entstehen auch bei der direkten Her-stellung eines Wasserpräparates, das sich indessen für die mikroskopische Unter-suchung wenig eignet.
Chloralhydratlösung wirkt sehr schnell auf das Pulver ein. Seine Schollenschmelzen zu eiförmigen bis kugeligen, sich zusehends verkleinernden Gebilden ab,die sich mit wenig scharf umschriebenen Farbstoffzonen umgeben. Die Körnungder Scholle bleibt meist bis zu deren Verschwinden erhalten.
Bei sofortiger Prüfung des Chloralhydratpräparates werden — wenigstens beider Durchmusterung zahlreicher Schollen — die oben erwähnten Oxalatkrystallenicht mehr so leicht übersehen, weil sie in Folge der Aufhellung deutlicher her-vortreten. An der Annahme einer amorphen Beschaffenheit der Schollen wirdhierdurch nichts geändert.
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Fig. 10. Gutti.
Mittelfeines Pulver.1 a—c mittelgrosse und grosseintacte Schollen. II intacteSchollensplitter (I u. II Gly-cerinpräparate). III einseitigangegriffene Schollen (Gly-cerin-Wasserpräparat). IV. Scholleunter Einwirkung von Kalilauge(a entstehende Emulsionskugel,b—c ausgebildete derartigeKugeln). Tergr.: 1 : 200.