Gutti.
Gummi-resina Gutti, Gummi Guttae. Gummigutt.
Man untersuche ein mittelfeines oder ein feines Pulver in concentrirtemGlycerin. Im Gesichtsfeld sieht man dann überall gelbliche, gelbe, bräunlich-gelb-liche bis gelbe, seltener braungelbe Schollen mit meist scharfen Kanten und Eckenund planen, sowie gebogenen Aussenflächen.
Klumpige Schollen entstehen gewöhnlich unter der Einwirkung von Feuchtig-keit (Pulvern der nicht vollständig trockenen Droge etc.). Ebenso kann, wenn auchin diesem Falle langsam, durch das wenige Wasser der Zusatzflüssigkeit desPräparates eine Umbildung scharfkantiger Schollen in klumpige bewirkt werden.Besonders die kleinen Schollen und die Schollensplitter werden hiervon zuerstbetroffen. Bei mittelgrossen und grossen Schollen dagegen erfolgt dies später undzwar zunächst meist einseitig (bei III Fig. 10). Hierbei verliert sich die früherdeutliche Körperlichkeit des Gebildes mehr und mehr.
Die Grösse der Schollen ist natürlich von der Intensität der Vermahlungabhängig. Ueberfeine Pulver bestehen fast nur aus Schollensplittern heller Färbung(II Fig. 10), normal feine aus ihnen und den intensiver gefärbten mittelgrossenbis grossen Schollen (a—c bei I Fig. 10). Man prüfe zunächst die letzteren, diesich für die Untersuchung am besten eignen.
Die Gross-Schollen sind nicht vollkommen durchsichtig. Eine körnige (a bei IFig. 10), seltener eine feine streifige (b bei I Fig. 10) Trübung fällt alsbald auf,die, wie der Polarisationsapparat ergiebt, nicht auf krystallinischer Structur beruht.(Man hüte sich, Zusammenballungen von Schollensplittern in diesem Sinne zudeuten).
Ferner lässt sich auch Schichtung (c bei I Fig. 10) feststellen. Sie kommt,je nach der Handelssorte, häufiger oder seltener vor und fehlt unter Umständenauch wohl ganz. Vereinzelte Oxalatkrystalle im Innern der Scholle werden, wennauch nicht häufig, beobachtet.
Etwaige Fälschungen durch Reismehl, Sand, gemahlene Baumrinde etc., die inder Literatur genannt werden, sind schon an dem Glycerinpräparat nachzuweisen.Bei besserer Waare scheinen sie selten zu sein.
Man gebe nun an den Rand des Deckglases einen Tropfen Kalilauge undbeobachte ihre Einwirkung an der Randzone. Hier färben sich die Schollenalsbald rothgelb bis gelbroth. Ferner bilden sich — vorausgesetzt, dass dasDeckglas nicht verschoben und die Zusatzflüssigkeit nicht in stärkere Bewegungversetzt wird — meist kugelige Farbstoffzonen um die zerfallenden Schollen (a bei IV
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