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mit Stärke gefüllter Rirulenzelleii nachzuweisen, auf welche schon deren vielfachrothbraune Farbe aufmerksam macht.
Weitaus leichter gelingt ein derartiger Nachweis bei der Prüfung der gering-werthigeren schmutzig-weissen Pulver. Ausser den erwähnten gefärbten, hieund da aber auch farblosen Parenchymzellen und der jetzt häufigeren freien, sichgewöhnlich aber noch innerhalb der als Spuren zu bezeichnenden Grenzen haltendenStärke sind ebenfalls in Spuren nachzuweisen: Bastfaserbruchstücke — eventuellmit Stücken von Krystallkammerfasern combinirt —, Holzfaserreste, alle in Längs-ansicht, Korkfetzchen in Flächenlage, Pilz-mycel, Pollenkörner, Haare, Blattfragmente(Epidermis in Flächenansicht), endlichaber auch Bodenpartikelchen (Gesteins-trümmer) etc.
Finden sich derartige Beimengungennur in Spuren vor — ganz ausschliessenlassen sie sich bei der Pulverherstellungim Grossen kaum — so dürfte das Pulvernicht zu beanstanden sein. Anders ver-hält es sich bei beträchtlichen Quanti-täten. Sie beweisen, dass das Pulver nichtaus auserlesenen Stücken, sondern ausunreinem Rohmaterial hergestellt wurde.
Derartige Pulver sind für pharmaceutischeZwecke unbrauchbar.
Erleichtert wird dieser an sich schonnicht schwierige Nachweis bei Benutzungeines Jodpräparates. Man mische 1—3Tropfen Wasser auf dem Objectträger mit
Fig. 9.
so viel verdünnter Jod-Jodkaliumlösung,
Gummi arabicum. Feines Pulver1 Schollen und deren Splitter intact. 2 ähnlicheSchollen mit Streif ung (1 u. 2 Glycerinpräparate).3—5 Schollen und deren Splitter in Lösung be-griffen [(Glycerin-Wasserpräparat). 3 feine, 4 u. 5gröbere Körnung. Abschmelzen der scharfen Kantenund Ecken]. Vergr.: 1 : 200.
dass sich das Wasser nur ganz schwachfärbt und gebe in das Gemisch von demzu prüfenden Pulver so viel, als sich ge-rade löst. In einem derartigen Präparate
wird die Stärke, die ja einen vorläufigen Massstab für den Grad der Verunreinigungabgiebt, durch die Färbung hervorgehoben. Aehnliches gilt aber auch für vieleder genannten Gewebereste, die, insoweit sie noch plasmatischen Inhalt führen,eine, hier allerdings gelbliche bis gelbe Färbung erhalten.
Die von den Parenchymzellen der Stammpflanze herrührende Stärke ist kleinbis mittelgross.
Bezüglich etwaiger Fälschungen durch Dextrin sei folgendes bemerkt:
In den billigsten Dextrinsorten ist die Stärke fast noch vollständig inKörnerform erhalten, somit unter dem Mikroskop (Präparat mit concentrirtemGlycerin) sofort nachzuweisen. Anders verhält es sich mit Dextrinsorten, die
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