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4 (1908) Die Samen und Früchte : mit 14 Taf. u. 16 Holzschnitten
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Gummi arabicum.

Gummi Acaciae. Arabisches Gummi, Akaziengummi.

Man untersuche das Pulver in concentrirtem Glycerin. Ueberall im Gesichts-feld sieht man farblose Schollen mit planen oder gebogenen Aussenflächen (1Fig. 9). Die Grösse ist sehr verschieden. Kleinste Splitter und Splitterchen findensich in Masse zwischen mittelgrossen und grossen Schollen. Besonders an letzterenlässt sich, wenigstens kurz nach Einlegen des Pulvers, meist eine streifige Structurwahrnehmen (2 Fig. 9), die übrigens auch bei der Untersuchung in absolutemAlkohol hervortritt. Die Streifen verlaufen, wie es scheint abhängig von denAussenflächen der Schollen, gerade oder gebogen; sie sind nach kurzer Einwirkungdes Glycerins deutlich, bei längerer verblassen sie nach und nach. Dann tritt ge-wöhnlich eine zunächst äusserst zarte Punktirung (3 Fig. 9), durch welchedie Scholle wie gekörnt aussieht, hervor. Diese Körnung, die zunehmend schärferund gröber wird (bei 4 u. 5 Fig. 9), dürfte durch die beginnende Lösung der Scholle,bedingt durch Spuren von Wasser in dem Glycerin, hervorgerufen sein. Hierfürspricht, dass bei Zusatz von Wasser-Glyceringemischen an den Rand des Deck-glases die Körnung meist sofort eintritt.

Aehnliches ist bei entsprechender Behandlung mit Wasser-Alkohol der Fall.Während aber hier die Lösung sehr schnell und zwar so erfolgt, dass man diekörnige Scholle zerfliessen sieht, ist die Einwirkung wasserhaltigen Glycerins weitauslangsamer. Die scharfen Kanten der Schollen schmelzen allmählich ab; dieSchollen selbst werden kleiner und kleiner und verschwinden schliesslich ganz ausdem Gesichtsfeld.

Nach Feststellung der Identität der Schollen auf Grund obiger Beschreibungwende man seine Aufmerksamkeit etwa vorhandenen Zell- und Gewebetrümmern sie werden unten noch speciell aufzuführen sein zu.

In rein weissen, aus ausgelesenem und gut gereinigtem Material herge-stellten Pulvern sucht man, zumal in dem erst hergestellten Glycerinpräparat, meistvergeblich nach derartigen Resten. Ganz vereinzelte Stärkekörner man kannhier kaum von Spuren sprechen lassen sich indessen nachweisen, wenn mangrössere Substanzmengen untersucht. Dies geschehe durch Einbringen von soviel Pulver auf den mit Wasser beschickten Objectträger, als sich in der Zusatz-flüssigkeit gerade löst. Dass die dann aufzufindende Stärke nicht etwa zugesetztwurde, dass sie vielmehr aus dem Rindenparenchym, wahrscheinlich der Stammpflanzeselbst, herrührt, ist zuweilen schon durch das Auffinden einzelner intacter, noch