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4 (1908) Die Samen und Früchte : mit 14 Taf. u. 16 Holzschnitten
Entstehung
Seite
72
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F r u c t u sJuniperi.Endosperm undseine Epidermis.

FructusColoc v n t h i d i s.

Palissaden -parenchym.

StärkehaltigeDrogen.FructusLauri.

Reservestoffhalti-ges Cotyledonar-parenchym.

FructusCardamomi.Perisperm.

Stärkeballen.

Cubebae.

Perisperm.

Theil dieses Buches zu finden ist, ergänzend eintreten. Auch für den Nachweisvon ätherischem Oel lässt sie sich mit Yortheil verwerthen.

Bei Fructus Juniperi finden wir ebenfalls einen ziemlich kleinen, diagnostischunwichtigen Embryo. Das Endosperm, obwohl nicht besonders mächtig, lässtsich dagegen auch im Pulver noch feststellen. Seine dünnwandigen Zellen (EdFig. I, Taf. XIII) führen reichlich Aleuronkömer (A) und fettes Oel. Bemerkens-werth ist auch die Endospermepidermis mit ihrer Stäbchenschicht, die im Auf-blick sich als zarte Körnung der Aussenwand giebt (EE bei Ed Fig. I, Taf. XIII).Hauptbestandtheile sind indessen die auch diagnostisch an erster Stelle stehendenElemente der Samenschale und der Fruchtwand.

Ein ziemlich grosser Embryo, bei rudimentärem Peri- und Endosperm,kommt dem Samen von Fructus Colocynthidis zu. Fragmente seiner Cotyledonenmit ausgesprochenem Palissadenparenchym (PP bei Coo Fig. I, Taf. X)sie enthalten reichlich Aleuronkörner und etwas fettes Oel sind gute Kennzeichen,ob und in welchem Grade der vorgeschriebenen Entfernung der Samen aus der Drogeentsprochen wurde. Inwieweit bei der Palverherstellung im Grossen die gänzlicheBeseitigung durchzuführen ist, wird in dem analytischen Theil dieses Buches zu er-örtern sein.

Stärkefreien Drogen stehen die stärkehaltigen gegenüber. Bei FructusLauri ist die Stärke in Menge in dem die Hauptmasse der Droge ausmachendenEmbryo, speciell seinen Cotyledonen, enthalten, die das Endosperm hier vertreten.Hauptbestandtheil des Pulvers sind dementsprechend Fragmente dieser Cotyledonen.Sie bestehen aus dünnwandigen, rundlichen bis polygonalen Zellen, welche dicht ge-füllt sind mit in Oelplasma eingebetteter, ziemlich kleinkörniger Stärke (CP CPi_ 4Fig. I, Taf. XIV). Sie findet sich in Masse auch frei im Pulver, als kugelige, ei-,birn- oder bohnenförmige Körner (Si_ 4 Fig. I, Taf. XIV). In Bezug auf das Vor-kommen verkleisterter Stärke sei auf den analytischen Theil dieses Buches ver-wiesen.

Bei den Cubeben sowohl wie bei Fructus Cardamomi sind Embryo und Endo-sperm klein. Als Reservestoffgewebe wurde ein Perisperm ausgebildet.

Dieses kanu für letztere Droge als Hauptbestandtheil bezeichnet werden.Es besteht aus dünnwandigen, meist durch wellig-buchtige Umrisse auffallendeZellen mit sehr kleinkörniger Stärke. Sie ist, wohl in Folge künstlicher Trock-nung über Feuer, zu einem die Perispermzelle ausfüllenden Stärkeballen, der wiegranulirt aussieht, zusammengebacken. Fast in jedem Ballen bemerkt man einenkleinen Hohlraum mit Oxalatkrystallen in Ein- oder Mehrzahl (Ps Ps, Fig. I,Taf. VIII). In Masse sind die ausgefallenen, durch gebuckelte Oberfläche aus-gezeichneten derartigen Ballen, sammt ihren Trümmern, im Pulver vertreten (SBSBT u. T, Fig. I, Taf. VIII), das durch sie geradezu characteiisirt wird. Auch anEinzelkörnchen der vermahlenen Ballen, sehr kleine, meist kugelige Körner (StFig. I, Taf. VIII), fehlt es nicht.

Bei den Cubeben hier allerdings neben den Zellen der Fruchtwandkönnen Fragmente des Perisperms ebenfalls als ein Hauptbestandtheil des Pulvers