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4 (1908) Die Samen und Früchte : mit 14 Taf. u. 16 Holzschnitten
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und recht langen Zellen. Diese fallen auch noch dadurch auf, dass sie quer oderschräg von ähnlichen, aber dünnwandigen Elementen gekreuzt werden, den Quer-zellen der nächst tieferen Schicht der Samenschale (Q ,u, bei E, Fig. I, Taf. VIII).

Bei Fructus Juniperi ist das Fruchtfleisch sehr weich. Die Samen erhalten Fructus

1 Jumperi.

dementsprechend einen dicken Panzer aus Steinzellen. Seine Elemente sind im stemzeiicn.Pulver sowohl in Complexen als auch als isolirte Zellen häutig (StC StC,,,.,, St St,

Fig. I, Taf. XIII). Sie zeichnen sich durch meist starke bis sehr starke Ver-dickung, durch Poren, eventuell auch durch Schichtung oder Streilung der Wändeaus. Dabei fällt es auf, dass sich die Structurdetails oft eigenartig verschwommengeben. Fast in jeder Steinzelle befindet sich ein ziemlich grosser Oxalatkrystall(Individuum) oder mehrere kleine derartige Krystalle.

Bei Fructus Colocynthidis endlich schreibt das Arzneibuch die Beseitigung der, Prucu^Cuiomechanisch übrigens vorzüglich ausgestatteten Samen vor. In Bezug hierauf seidie anatomischen Verhältnisse haben im Wesentlichen nur für Fälle, in denen dieserVorschrift nicht entsprochen wurde, Bedeutung auf den analytischen Theil diesesBuches verwiesen.

2. Der Samenkern.

Er besteht, wie wir schon sahen, aus dem Embryo und seinem Nährgewebe(Endosperm, Perisperm). Bei den Umbelliferenfrüchten (Fructus Anisi, Carvi und Um^eii HerenFoeniculi) ist ersterer ziemlich klein. Da er zudem meist vollständig vermählenwird, so spielt er diagnostisch keine Rolle. Umgekehrt wurde das Endosperm Endosperm.reichlich ausgebildet. Da die Fruchtwand quantitativ zurücktritt, so macht es dieHauptmasse der Droge aus.

Im Allgemeinen setzt sich das Endosperm der genannten Umbelliferen aaspolygonalen, bis mittelstark verdickten Zellen zusammen, die im Pulver ingrösseren oder kleineren Complexen, zuweilen auch im Zusammenhang mit Restender Fruchtwand auftreten (Ed Ed! 2 Fig. I, Taf. VII, IX u. XII). Diese Zellenenthalten in Menge Aleuronkörner (A Fig. I, Taf. VII). In ihnen befinden sich, Aleuronkörner,

° N # Oxalatkörper.

dies ist diagnostisch wichtig, kugelige Oxalatkörper (Oxalatrosetten), die durchpunktförmige Mitte (sehr kleiner, lufterfüllter Hohlraum) auffallen. Dies ist be-sonders dann der Fall, wenn man die eiweisshaltige Grundmasse der Aleuronkörnerdurch Chloralhydratlösung beseitigt hat (Kr u. Ed) Fig. I, Taf. VII).

Stärke fehlt in den drei Umbelliferenfrüchten. Sie wird durch das in denZellwänden gegebene Material (Reservecellulose) vertreten. Besonders in Chloral-hydratlösung zeigen diese Wände eigenartige Quellungen, auf die in dem speciellenTheile dieses Buches näher einzugehen sein wird.

Chloralhydratlösung lässt sich vielfach auch zum Nachweis von fettem Oel Fettes oei.verwenden. Besonders wenn es in grösseren Mengen vorhanden ist, tritt es inKugelform aus (FK bei Ed 4 Fig. I, Taf. VII). Unbedingte Zuverlässigkeit kommtdieser Reaction allerdings nicht zu. Die intensive Vermahlung bewirkt unter Um-ständen eine so feine Vertheilung des Oeles in den Pulvertheilchen, dass die Re-action versagt. Hier kann die Alkanninreaction, über die Näheres in dem speciellen