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Thalliumsulfide.
Zustande an der Luft leicht zu Thallosulfat oxydirt. BeiLuftabschluss lässt es sich schmelzen und erstarrt dann beimErkalten zu einer glänzend schwarzen blätterigen Masse vonetwa 8,0 specif. Gewicht. Von wässrigen Mineralsäuren wirdes unter Schwefelwasserstoffentwickelung zu Thallosalzen gelöst.
Thallidsulfid oder Thalliumsulfid, T1 2 S 3 , entstehtbeim Zusammenschmelzen von Thallium mit der nöthigenSchwefelmenge unter Luftabschluss als amorphe schwarze, unter-halb -f" 12° spröde, bei Sommertemperatur erweichende pech-artige Masse, welche von heisser wässriger Schwefelsäure zuThallidsulfat und Schwefelwasserstoff gelöst wird.
Schmilzt man 1 Theil Thallosulfat mit 6 Theilen Schwefelund ebenso viel kohlensaurem Kalium im Gebläsefeuer zu-sammen und zieht die wieder erkaltete Masse mit Wasser aus,so hinterbleibt ein aus cochenillerothen quadratischen Täfel-chen bestehendes Pulver von Kaliumthallidsulfid,KT1S 2 = KS . TIS (vergl. §. 823).
Verbindungen des Thalliums mit Stickstoff undanderen Elementen.
873. Thallidclilorür und -bromür absorbiren je 3 Mol.Ammoniak. Dieselben Thalliumtriammontrihaloideentstehen als weisse krystallinische Niederschläge beim Sätti-gen alkoholischer Lösungen der Thallidhaloide mit Ammoniak-gas: T1(NH 3 C1) 3 und Tl(NH 3 Br) 3 . In der "Wärme geben beideVerbindungen alles Ammoniak wieder ab. Durch Wasserwerden sie sofort unter Abscheidung von Thallidhydrat zersetzt:T1(NH 3 C1) 3 -f 2H 2 0 = 3NH 4 C1 -f T10 . OH.
Mit Arsen, Antimon, Wismuth und zahlreichen anderenMetallen vereinigt sich schmelzendes Thallium zu Legirungen.
Das Spectrum der durch Thalliumverbindung grün ge-färbten matt leuchtenden Flammen besteht nur aus einergrünen Linie.