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1 (1877) Anorganische Chemie
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Kobalt und Nickel.

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ralien Arsenikalkies, FeAs a , und der schwefelhaltigeArsenikkies oder Misspickel, FeAsS, sind die wichtig-sten Erze zur Darstellung des Arsentrioxydes und metallischenArseniks (§. 286).

XLIX. Kobalt und L. Nickel.Co = 59 Ni = 59

830. Kobalt und Nickel haben dasselbe Atomgewicht undstehen sich in Folge dessen ausserordentlich nahe, so dasseines das andere in den Erzen meist begleitet und beide nurschwierig von einander zu trennen sind. Sie treten in derNatur am häufigsten in Verbindung mit Schwefel, Arsenund Antimon auf, seltener als Salze. Die meist gewisseMengen anderer Metalle wie Eisen, Kupfer, Wismuth etc.enthaltenden Erze waren schon vor mehr als zwei Jahrhun-derten bekannt, und wurden, weil die in ihnen vermuthetenMetalle durchaus nicht daraus gewonnen werden konnten, mitdenjenigen Uebelnamen (Kobalt aus Kobold) belegt, welche denbeiden, erst um Mitte des vorigen Jahrhunderts bestimmt er-kannten Metallen geblieben sind.

831. Das Verfahren zu ihrer Gewinnung ist jenach der Natur der Erze und der bezweckten Verwendungs-weise ein sehr verschiedenes und bietet namentlich dannSchwierigkeiten, wenn sie von einander vollständig getrenntwerden müssen. Letzteres gelingt mit Hülfe der stärkeren'Affinität des Kobalts zum Sauerstoff und seiner damit zusam-menhängenden Fähigkeit, einzelne beständige Kobaltidverbin-dungen zu bilden, während dem Nickel ein analoges Verhaltenfast vollständig abgeht (vergl. §. 738).

Allen Gewinnungs- und Trennungsmethoden gemeinsamist die vorläufige Oxydation der Erze durch Röstung, wobeivorhandener Schwefel fast vollständig als Schwefligsäuregasund das Arsen wenigstens theilweise als Arsentrioxyd ent-weicht, während ein anderer Theil zur Bildung von arsen-sauren Salzen, namentlich des Eisens und Kobalts, Veran-lassung giebt.