838 Phosphor- und Arsenverbindungen des Eisens.
Eisen in zweierlei Bindungsformen, da bei längerem Kochenmit Kalilauge sich nur ein Theil desselben als Hydrat ab-scheidet und nun krystallinischesKaliumeisennitrososulfidbildet; z. B.:
Fe 3 (NO) 4 S 3 + 2 KOH = Fe(OH) 2 + K 2 Fe 2 (NO) 4 S 3 .
Phosphorverbindungen.
828. Durch Reduction der phosphorsauren Salze, sowie beiEinwirkung von Phosphorwasserstoffgas oder von Phosphor-dampf auf die Metalle, ihre Oxyde, Haloide und Salze entstehenleicht Phosphide des Mangans und Eisens als immer sehr spröde,metallglänzende, sehr beständige Verbindungen, welche jenach Darstellungsweise und Ausgangsmaterial verschiedeneZusammensetzung besitzen.
Eisenphosphide. Schmilzt man 3V 2 Theile trockenesFerridphosphat mit 1 Theil Kienruss unter einer Kochsalz-decke bei Weissgluth nieder, so entsteht Fe 2 P, welches nachdem Ausziehen der Masse mit verdünnter Salzsäure als kry-stallinisches hellgraues Pulver von 5,74 specif. Gewicht zurück-bleibt. Von Säuren wird es nur in der Wärme angegriffen.Erhitzt man dagegen fein zertheiltes Eisen, Ferrochlorür oderEisenkies im Phosphorwasserstoffgase, so bildet sich Fe 3 P 4als dunkel blaugraues Pulver. In gleicher Weise wurde ausFerrosulfid und Eisenchlorid das ganz ähnliche FeP gewon-nen. Mit metallischem Eisen schmelzen diese Körper in jedemVerhältnisse zusammen und machen dasselbe kaltbrüchig.
Durch Reduction von Manganphosphaten mittelst Kohlewurden die ganz ähnlichen Manganp h o sp h i d e, Mn 3 P 2 undMn 2 P als graue Massen gewonnen.
Arsenverbindungen.
829. In ähnlicher Weise wie die Phosphide entstehen dieArsenide beider Metalle. So vereinigt sich z. B. Eisen mitArsen direct zu dem weissen, spröden, nicht schmelzbarenFerridarsenid, Fe 2 As 2 . Die in der Natur in silberweissenrhombischen Prismen ziemlich häufig vorkommenden Mine-