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1 (1877) Anorganische Chemie
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Eisen.

Tiegel, der in einem mit Kohle ausgefütterten hessischen Tiegelsteht, bei heftigstem Gebläsefeuer niedergeschmolzen. Leichter,aber silicium- und kohlenstoffhaltig, gewinnt man das Metall,wenn man ein Gemisch von 10 Theilen Manganoxyduloxydmit 1 Theil Kohle und 1 Theil gebranntem Kalk in einemGraphittiegel auf stärkste Weissgluth erhitzt, oder wasserfreiesChlormangan mit dem gleichen Gewichte wasserfreiem Boraxmengt und in kleinen Portionen zusammen mit der nöthigenMenge Natrium in einen schwachglühenden Tiegel einträgt.Ist die lebhaft erfolgende Reaction vollendet, so wird nachZusatz von entwässertem Kochsalz zu stärkster Weissglutherhitzt und nach dem Erkalten der Manganregulus von derSchlacke getrennt.

Das Mangan ist ein grauweisses, etwas ins Röthliche schim-merndes, ausserordentlich hartes und sprödes, sehr streng-flüssiges Metall von dem specif. Gewichte 7,99 bis 8,0. Schonbei gewöhnlicher Temperatur zersetzt es das Wasser langsamunter Wasserstoffentwickelung und Bildung von Hydroxyden,rostet daher ausserordentlich leicht an der Luft, und mussbeiAbscliluss derselben, z.B. unter Steinöl, aufbewahrt werden.

XLVIII. Eisen, Ferrum, Fe = 56.

774. Das Eisen, das wichtigste aller Metalle, wird ausseinen Oxyden schon unterhalb Ilothgluth durch Wasserstoffoder Kohlenoxydgas abgeschieden.

Erhitzt man chemisch reines Eisenoxyd im Wasserstoff-strome, so hinterbleibt chemisch reines Eisen,

Fe 2 0 3 + 3 H 2 = 3 H 2 0 + 2 Fe,und zwar als schwarzes, auch nach dem Erkalten bei Luft-zutritt sofort sich entzündendes und verglimmendes Pulver,wenn die Reduction bei möglichst niedriger Temperatur aus-geführt wurde. Bei schwacher Rothgluth schon sintert das-selbe zusammen und nimmt mit grauer Farbe metallischenGlanz an; erst bei stärkster Weissgluth dagegen kommt es zumSchmelzen. Wird anstatt des Eisenoxydes Chloreisen ange-wendet, so verdampft dasselbe vor der Einwirkung des Wasser-stoffgases, und daher beschlagen sich die Reductionsgefasse