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1 (1877) Anorganische Chemie
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799
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Mangan und Eisen.

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M a 11 g a n und Eise n.

772. Beide Metalle kommen ausserordentlich verbreitet,das Eisen jedoch bedeutend reichlicher als das Mangan, in derNatur vor, und zwar auf der Erde fast ausnahmslos in Ver-bindung mit negativen Elementen, also in Form von Oxyden,Salzen, Sulfiden u. s. \v. Nur das Eisen gelangt zuweilen inMeteorsteinen in gediegenem Zustande zu uns. In der Regelbegleiten beide Elemente einander in ihren Verbindungen, sodass manganfreie Eisenerze oder eisenfreie Manganerze nur sehrselten gefunden werden. An feuchter und kohlensäurehaltigerLuft rosten beide Metalle, d. h. oxydiren sie sich schon bei ge-wöhnlicher Temperatur sehr leicht, und zwar das Mangan schnel-ler als das Eisen. Von verdünnten Säuren werden sie lebhaftangegriffen und unter "VVasserstolFentwickelung zu Mangano-und Ferrosalzen gelöst.

Mangan oder Manganesium, Mn = 55.

773. Die wichtigste, weil am häufigsten annähernd reinvorkommende Manganverbindung ist der Braunstein oderPyrolusit, das Mangansuperoxyd, Mn0 2 , welches bergmän-nisch gewonnen und fast ausnahmslos zur Herstellung andererManganpräparate verwendet wird. Erst Ende vorigen Jahr-hunderts wurde in diesem, als lapis manganensis undschwarze Magnesia bezeichneten Minerale durch Berg-mann die Verbindung eines eigenthümlichen Elementes erkannt,welches den Namen Manganesium oder Mangan erhielt.

Zur Darstellung des metallischen Mangans geht man am be-sten von künstlich bereitetem reinem Manganoxyduloxyd, Mn 3 0 4 ,aus. Dasselbe wird sehr innig mit einer zur vollständigen Re-duction ungenügenden Menge von Zuckerkohle oder Kienrussgemischt und in einem aus gebranntem Kalk geschnittenen