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Zink.
Behufs Gewinnung des Metalles aus seinen Erzen werdendieselben zunächst an der Luft erhitzt, „geröstet", wobei Galmeisich in Kohlensäuregas und Zinkoxyd zersetzt, die Zinkblendeaber grösstentheils zu Zinkoxyd und Schwefligsäuregas oxy-dirt wird:
2 ZnS -4- 3 0 a = 2ZnO -f 2S0 2 .
Die gerösteten Erze werden sodann mit Kohle oder Koksgemischt und in röhrenförmigen thönernen Retorten oder in„Zinkmuffeln" starker Glühhitze ausgesetzt. Dabei reducirt dieKohle das Zinkoxyd zu Metall und letzteres entweicht alsDampf, welcher in Vorlagen condensirt wird. Eine Abbildaugder namentlich in den schlesischen Zinkwerkeu benutzten Muf-feln giebt Fig. 187 in äusserer Ansicht. M ist die geschlosseneFig. 187.
Thonmuffel, sie steht mit dem knieformig gebogenen Rohre Ain Verbindung, welches die Zinkdämpfe in eine darunter be-findliche Vorlage führt. Von den beiden Oeff'nungen o und o',welche durch Thonstopfen 11 verschlossen werden können,dient die erstere zur Füllung der Muffel und Wiederentleerungvon nicht umgewandelten Bestandteilen des Erz-Kohle-Ge-menges, o' dagegen zum Ausputzen des Rohres A mit einemEisenstabe für den Fall, dass es sich verstopfen sollte. SolcheMuffeln stehen in grösserer Anzahl, meist in zwei Reihen ge-ordnet, in einem Flammofen und werden durch eine einzigeFeuerung erhitzt. Fig. 188 giebt den Durchschnitt eines sol-chen Ofens, in welchem die Destillirmuffel auf der rechtenSeite im Durchschnitt gezeichnet ist. Die Abzugsröhren fürZinkdampf, Kohlenoxyd und Kohlensäuregas münden in dieGefässe o, in denen das Metall sich verdichtet.
Das so gewonnene Zink ist nie ganz rein, sondern enthältBlei und etwas Eisen, meist auch geringe Quantitäten vonArsen, Antimon und anderen Metallen und häufig nicht unbe-