Zink.
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pressen lässt, der dann durch Auswalzen in Bandform gebrachtwerden kann. Es schmilzt schon bei Rothglühhitze und lässt sichbei beginnender Weissgluth in einer Wasserstoffatmosphäredestilliren und dadurch von nichtflüchtigen Metallen reinigen.
Bei gewöhnlicher Temperatur oxydirt es sich in reinemZustande an trockner Luft nicht, an feuchter überzieht es sichmit einer sehr dünnen Oxydschicht, welche weitere Oxydationverhindert. Beim Einhalten in eine Flamme entzündet es sichleicht und verbrennt dann mit blendend hellem, an chemischwirkenden Strahlen reichem Lichte (vergl. §. 196) zu Magnium-oxyd. Ein brennender Magnesiumdraht von noch nicht ganz0,3 mm Dicke entwickelt eben so viel Licht wie 74 Stearin-kerzen, von denen 10 Stück ein kg w T iegen. Die grössteLichtintensität, welche zur fast momentanen Herstellung vonPhotographien bei Abschluss des Tageslichtes, z. B. in unter-irdischen Räumen, benutzt wird, erzielt man beim Abbrenneneines vorsichtig hergestellten Gemenges von 10 Theilen Magne-siumpulver mit 17 Theilen chlorsaurem Kalium in einemschmiedeeisernen Löffel.
Das Wasser wird durch Magnesium auch beim Kochennicht zersetzt, dagegen löst sich das Metall in verdünnten Mi-neralsäuren, nicht aber in Alkalilaugen, unter lebhafter Wasser-stoffen twickelung. Die Umsetzung kann dabei so heftig werden,dass sich das Wasserstoffgas von selbst entzündet; z. B. wennman Magnesium auf starke Salzsäure wirft.
XXXVIII. Zink, Zn = 65.
579. Das Zink findet sich in ziemlich grossen Mengen alsSulfid (Zinkblende), Carbonat und Silicat (Galmei und Kiesel-galmei) und als von Manganoxyden roth gefärbtes Zinkoxyd(Rothzinkerz). Schon im Alterthume war das Messing, eineLegirung von Kupfer und Zink, bekannt, welche durch Zu-sammenschmelzen von Kupfer mit Kohle und Galmei (damalsxttfifjelct genannt) erhalten wurde. Das isolirte metallische Zinkwurde zuerst von Theophrastus Paracelsus anfangs des16. Jahrhunderts erwähnt, aber erst im 17. Jahrhundert ge-nauer nach Darstellung und Eigenschaften bekannt.