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1 (1877) Anorganische Chemie
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Magnesium.

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gelöst. Seine löslichen Salze haben einen eigentümlich süss-liehen Geschmack (daher Glycium).

XXXVII. Magnium oder Magnesium, Mg = 24.

578. Das Magnesium findet sich ausserordentlich ver-breitet und meist in Begleitung der entsprechenden Calcium-verbindungen als Carbonat und Sijicat, auch als Phosphat;seltener kommt es in Form seiner Halogenverbindungen unddes Sulfates vor. Die erste von anderen chemischen Körpernbestimmt unterschiedene Verbindung des Magnesiums war dasim 17. Jahrhundert entdeckte Sulfat, dasBittersalz." DasMetall wurde zuerst von Davy durch Electrolyse der ge-schmolzenen Chlorverbindung dargestellt; gegenwärtig wird esin der Regel durch Zersetzung wasserfreien Chlormagnesiumsmit metallischem Natrium, auf letzterem Wege sogar fabrik-mässig, gewonnen.

Zu diesem Zwecke trägt man ein inniges Gemenge von6 Thln. wasserfreiem Chlormagnesium mit 1 Thl. Flussspathund 1 Thl. eines durch Zusammenschmelzen von 7 Thln.Kochsalz und 9 Thln. Chlorkalium erhaltenen Gemisches, zu-sammen mit 1 Thl. fein geschnittenem Natrium in einen roth-glühenden irdenen Tiegel ein und hält denselben gut bedeckt,so lange die heftige Umsetzung

MgCl 2 -|- Na ä = 2NaCl -f- Mgunter lautem Geräusche erfolgt. Man lässt darauf so weit er-kalten, dass der Tiegel nicht mehr sichtbar glüht, hebt dannden Deckel für kurze Zeit ab und vereinigt die einzelnen Me-tallkügelchen durch Umrühren mit einem Thonstabe. Dieerkaltete Masse wird darauf zerschlagen und der Regulus mitWasser abgewaschen. Sollte derselbe noch etwas metallischesNatrium enthalten, so wird er nochmals mit etwas reinemChlormagnesium zusammengeschmolzen.

Das Magnesium ist ein weisses, stark glänzendes Metallvon 1,75 speeif. Gew., welches sich aushämmern lässt, aber nurgeringe Festigkeit besitzt. Beim Erhitzen wird es so weich,dass es sich durch enge Oeffnungen hindurch zu Draht aus-