Stickstoff- und Phosphorverbindungen. 639
CaCl 2 -f 8NII3 = Ca(
H s . N H 3 . NII 3 . NII 3 C1
NH,.NH 3 .NH 3 .NH 3 C1
Bromcaleium dagegen absorbirt nur 6 Mol. Ammoniak:
CaBr 2 4- 6 N H 3 = Ca (N H 3 . NH 3 . NH 3 Br) 2 .Chlorstrontium bildet ebenfalls SrCl 2 -f- 8NH 3 , Bromstrontiumdagegen nimmt nur 1 Mol. des Gases auf und liefert damitein Monobromstrontiumammonbromür, Br . Sr . N H 3 Br.Die Bariumhaloide vereinigen sich zwar ebenfalls mit etwasAmmoniakgas, doch ist es noch nicht gelungen, Verbindungenvon bestimmter Zusammensetzung zu erhalten.
552. Phosphorverbindungen der alkalischenErd-metalle sind bisher nicht in reinem Zustande dargestelltworden, doch entstehen sie gemischt mit pyrophosphorsaurenSalzen, wenn Phosphordämpfe mit den anhydrischen Oxy-den der Metalle bei starker Glühhitze zusammentreffen. Sowird z. B. das zur Darstellung von flüssigem Phosphor-wasserstoff (§. 293) dienende Phosphorcalcium, wie Fig. 185zeigt, durch Glühen von kleinen Aetzkalkstücken in einemgrossen bedeckten hessischen Tiegel erhalten, in dessen
Fig. 185.
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durchbohrtem Boden der Hals einesmit Phosphor gefüllten, unter denRost herabhängenden Kölbchens ein-gekittet ist. Durch untergelegte glü-hende Kohlen bringt man den Phos-phor zur Destillation. Die sichentwickelnden Dämpfe setzen denglühenden Kalk nach der Gleichung14CaO + 14P = 5Ca 2 P 2 + 2Ca 2 P 2 0 7um. Das Präparat ist eine harte zin-noberrothe oder braune Masse, diesich an trockner Luft unveränderthält, durch Feuchtigkeit aber unter Bil-dung von Phosphorwasserstoff zersetztwird.