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Salze der Erdalkalimetalle.
In sehr grossen Massen wird auf diese Weise der Chlor-kalk oder Bleichkalk dargestellt, indem man in weitenflachen, aus mit Pech oder Asphalt gedichteten Sandsteinenerbauten Kammern trocken gelöschten Kalk auf Hürden aus-breitet und darauf Chlorgas nicht zu schnell hinzutreten lässt.Obschon es feststeht, dass der Process ganz wie bei Bildungder Alkalihypochlorite unter Entstehung von Chlormetall undunterchlorigsaurem Salze abläuft, so ist doch die Constitutiondes Chlorkalks noch nicht vollkommen aufgeklärt; es scheintindess, als ob die Chlorür- und Hypochloritbildung an einemeinzigen Calciumatome stattfinde, so dass der Chlorkalk wahr-scheinlich unterchlorigsaures Salz und Chlormetall gleich-zeitig ist:
r .OH , C1 _ Po . C1 , T , n. OH ' C1 — Ua .OC1 + Ü2U -
Der Chlorkalk ist ein lockeres, weisses, meist etwas feuchtesund ziemlich hygroskopisches Pulver von schwachem Geruchnach Unterchlorigsäureanhydrid, welches in der GlühhitzeSauerstoffgas entwickelt und zu Chlorcalcium wird, an leichtoxydirbare Körper schon bei gewöhnlicher Temperatur seinenSauerstoffgehalt vollständig abgiebt, auf organische Farbstoffedemnach bleichend wirkt. Er besitzt überhaupt alle chemi-schen Eigenschaften, welche früher (§. 218) als den Gemengenvon Hypochloriten und Chlorüren der Metalle zukommend auf-geführt wurden.
527. Die Chlorate der Erdalkalimetalle entstehen zwarwie diejenigen der Alkalimetalle beim Erwärmen der Hypo-chloritlösungen, resp. bei der Einwirkung von Chlorgas aufdie basischen Hydrate in gelinder Wärme, sie können abernicht wohl von den gleichzeitig gebildeten Metallchlorüren ge-trennt werden, da sie mit diesen ungefähr die gleichen Lös-lichkeitsverhältnisse haben. Man gewinnt sie daher in reinemZustande nur durch Sättigen der Hydrate mit freier Chlor-säure, und zwar das chlorsaure Calcium, Ca (C10 3 ) 2 4- 2 H 2 0und chlorsaure Strontium, Sr(C10 3 ) 2 -f- 5H 2 0, in Formfarbloser, an feuchter Luft zerfliesslicherKrystalle, das chlor-saure Barium, Ba(C10 s ) 2 -f- II 2 0, dagegen in luftbeständi-gen monoklinen Prismen von 2,99 specif. Gew., von welchem100 Theile Wasser bei 0° 22,8 Theile, bei 20° 37,0 Theile undbei 100° 126,4 Theile wasserfreies Salz lösen.
Die zur Darstellung des chlorsauren Bariums zu verwen-dende Chlorsäurelösung braucht nicht rein zu sein und wird