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9 (1864) [U - Z]
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Zundererz. Zwetschen.

verdienen die grösste Beachtung, nicht allein wegen der zu unwillkür-lichen wie boshaften Vergiftungen führenden Eigenschaften desselbenund wegen der nachtheiligen Einflüsse auf die Gesundheit der Arbeitersondern auch wegen des für die Landwirthschaft höchst bedauerlichenKnochenverbrauches zur Phosphorfabrikation. V.

Zundererz wurden eigentümliche verworren fasrige filz-und zanderähnliche Massen von Andreasberg, Clausthal und Wolfsbergam Harz genannt, welche aus fasrigen Krystalloi'den und dünnen Häut-chen zusammengesetzt, röthlichschwarz bis bleigrau, undurchsichtig undschimmernd sind und leicht zerrieben werden können. Man hielt sieverwandt dem Pyrantimonit, doch zeigen die Analyse des lichten vonClausthal nach du Menil 1 ), welche 33,10 Antimon, 41,20 Blei, 4,67Silber, 10,70 Eisen, 19,85 Schwefel ergab, und die des dunklen vonder Grube Katharina Neufang zu Andreasberg nach Bornträger 2 ),welche 16,88 Antimon, 12,60 Arsen, 43,06 Blei, 2,56 Silber, 4,52Eisen, 19,57 Schwefel ergab, dass diese Massen Gemenge bilden. ]£.

Zumin, syn. für Hefe oder Ferment.

Zuminsäure oder Zymische Säure wird die als Nancy-säure von Braconnot bezeichnete durch Gährung von stärkmehlhal-tenden Substanzen erhaltene Säure genannt (von i,v^,y] Hefe, weildurch Gährung entstanden), nach Späteren unreine Milchsäure (s. Nan-cysäure Bd. V, S. 428).

Zurlerit, syn. Zurlit.

Zurllt wurde ein in rechtwinklig vierseitigen prismatischenKrystallen am Vesuv vorkommendes Mineral von Remondini 3 ) ge-nannt, welches vielleicht zum Vesuvian gehört, auch zum Humboldti-lith gerechnet wird. E.

Zusammenhangskraft, syn. Cohäsion (s. 2. Aufl.Bd. II, 3, S. 148).

Zuschlag heisst in der Technik ein Zusatz fester Körper; sodient alsZuschlag" zum Mörtel der Sand, als Zuschlag beim Verhüttender Eisenerze dient Kalk oder kieselige Subsfanzen (s. unter Eisen,2. Aufl. Bd. II, 3, S. 1013), als Zuschlag beim Einschmelzen könnenverschieden andere Substanzen und gewöhnliche Flussmittel, weisseroder schwarzer Fluss, Borax, Potasche, Salpeter u. dergl. dienen.

Zwetschen. So werden die länglichen Früchte von Prunusdomestica L. hauptsächlich genannt, während die runden Früchte oftals Pflaumen unterschieden werden.

Die Früchte enthalten nach Tod 4 ) etwa 93 Gewichtstheile Fleisch(29,3 Proc. Trockensubstanz und 60,7 AVasser) auf 7 GewichtstheileKerne (59,1 Trockensubstanz und 30,9 Proc. Wasser). 100 Thle. fri-sches Zwetschenfleisch enthielt 0,407 Thle. Asche; 100 Thle. frischeKerne 0,380 Thle. Asche (s. d. Tabelle unter II und III). Nach

!) Schweigg. Journ. 1821, S. 457. 2 ) Journ. f. prakt. Chem. Bd. XXXVI,S. 40. s ) Institutions geologiques par Breislak T. III, p. 210. 4 ) Annal. d.Pharm. [2.] Bd. LXXVIII, S. 136.