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9 (1864) [U - Z]
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Zirkoi liumoxy d.

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schlämmen trennen lässt; der Rückstand giebt dann mit Salzsäure undWasser eine Lösung, aus welcher Ammoniak Zirkonerdehydrat fällt.

Berlin 1 ) schmilzt unreine Zirkonerde mit 4 bis 5 Thln. kohlen-saurem Natron bei Weissglühhitze; beim Uebergiessen der geschmol-zenen Masse mit Salzsäure löst sich alles Eisenoxyd, während die Zir-konerde grösstentheils ungelöst bleibt. Die Masse wird dann mit sau-rem schwefelsauren Natron geschmolzen, und aus der Lösung das Zir-konerdehydrat durch Ammoniak gefällt.

Nach Wo hl er kann das Zirkonpulver durch Glühen mit Kohle ineinem Strom von trockenem Chlorgas aufgeschlossen werden; es ver-flüchtigt sich Chlorsilicium, während basisches Chlorzirkonium subli-mirt; es löst sich in Salzsäure und auf Zusatz von Ammoniak fälltZirkonerdehydrat.

Nach Marignac 2 ) wird Zirkon, der nicht fein gepulvert zu seinbraucht, mit i bis 3 Thln. Fluorwasserstoff-Fluorkalium geglüht; dieMasse ein Gemenge von Kalium -Siliciumfluorid und Kalium - Zirko-niumfluorid wird mit Wasser unter Zusatz von etwas Flusssäure ge-kocht und filtrirt, der Rückstand mit wenig heissem Wasser ausge-waschen. Beim Erkalten des Filtrats krystallisirt Kalium-Zirkonium-fluorid nahezu vollständig heraus; dieses Doppelsalz wird mit Schwe-felsäure zersetzt, und nach starkem Glühen mit kochendem Wasserausgewaschen, wo reine Zirkonerde zurückbleibt.

Das Zirkonerdehydrat giebt beim Glühen Zirkonerde; diese bildetein geruchloses und geschmackloses weisses Pulver, oder harte dasGlas ritzende und am Stahl Funken gebende Stücke von 4,35 bis 4,9specif. Gewicht, üeville und Caron 3 ) erhielten Zirkonerde in zu den-dritischen Massen verwachsenen kleinen Krystallen, ähnlich denen de- Sal-miaks, indem sie Fluorzirkonium bei Gegenwart von Borsäure in einemKohlentiegel bei Abschluss der Luft erhitzten. Nach Nordenskiöld 4 )bleibt, wenn Zirkonerde mit Borax im Porcellanofen geschmolzenund der Rückstand mit Salzsäure ausgezogen wird, Zirkonerde indurchsichtigen farblosen mikroskopischen quadratischen Prismen (iso-morph mit Zinnstein und Rutil) von 5,71 bis 5,72 specif. Gewicht; siepolarisiren das Licht.

Die bei möglichst niedriger Temperatur dargestellte Zirkonerdezeigt beim anfangenden Glühen ein Erglimmen (Berzelius nimmt an,es bilde sich hier eine isomere i>Zirkonerde). Das Oxyd ist danachUnlöslich in wässerigen Säuren, und auch schwerlöslich in Flusssäure,es löst sich dann nur in starker Schwefelsäure, wenn man es fein gepul-vert mit 2 Thln. Schwefelsäurehydrat und 1 Tbl. Wasser erhitzt.

Die Zirkonerde wird durch Glühen mit Kohle im Chlorgasstromzersetzt unter Bildung von Chlorzirkonium.

Die Zirkonerde ist mit Wasser verbunden im Zirkonerdehydrat(s. S. 1061); sie bildet mit Säuren die Zirkonerdesalze (s.S. 1061); sieverbindet sich aber auch mit Basen, indem sie sich diesen gegenüberals schwache Säure verhält daher auch Zirkonsäure genannt ist; so wirddurch Fällen von Zirkonerdesalzen mit Kali oder Natron ein alkalihal-tendes Zirkonerdehydrat erhalten; die durch Glühen von Kalihydrat

*) Journ. f. prakt. Chem. Bd. LVIII, S. 147. 2 ) Aunal. de chim. et de phys.[3.J T. LX, p. 261. S) Compt. rend. T. XLVI, p. 764; Annal. d. Chem. u.Pharm. Bd. CVIII, S. 55. 4 ) Poggend. Annal. Bd. CXIV, S. 612.