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9 (1864) [U - Z]
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1059
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Zirkoniumoxyd. 1059

mengt mit Eisenoxyd. Das letztere ist gewöhnlich der Fall, und essind daher vielfache Methoden zur Trennung des Eisens angegeben.

Wird die eisenhaltende Lösung zum Krystallisiren abgedampft,dann mit concentrirter Salzsäure und Weingeist ausgewaschen (wobeisich alles Eisen und wenig Zirkonerde löst) und umkrystallisirt, sogeben die Krystalle in Wasser gelöst reine Zirkonerde (Berzelius.Hermann).

Berthier zieht die aus Zirkon und Natronhydrat erhaltene Schmelzemit Wasser aus, der Rückstand wird dann in der Kälte mit Wasser undSalzsäure versetzt; durch Abdampfen wird die Kieselsäure abgeschieden,das Filtrat mit Ammoniak und Schwefelammonium in einem zu ver-schliessenden Gefäss versetzt, und nach dem Absetzen durch Decantirenausgewaschen. Der Rückstand wird darauf mit so viel wässeriger schwef-liger Säure übergössen, dass der Geruch danach noch bemerkbar ist;es löst sich Schwefeleisen, während reine Zirkonerde zurückbleibt; dieabfiltrirte Flüssigkeit enthält bei Ueberschuss von schwefliger Säureein wenig Zirkonerde, welche beim Erhitzen sich abscheidet.

Nach Berzelius kann der nach Abscheiden der Kieselsäure durchFällen mit Ammoniak erhaltene Niederschlag in Weinsäure gelöst wer-den; durch Sättigen mit Ammoniak und Zusatz von Schwefelammoniumscheidet sich das Eisen ab, die davon abfiltrirte Flüssigkeit giebt ab-gedampft und geglüht reine Zirkonerde.

Beim fortgesetzten Kochen der Lösung von Zirkonerde und Eisen-oxyd in Salzsäure scheidet sich basisches Chlorzirkonium ab, währendalles Eisen in Lösung bleibt; durch Glühen der Zirkonverbindung ander Luft bleibt reine Zirkonerde (Berzelius).

Wird die neutrale Auflösung der unreinen Zirkonerde in Salzsäuremit neutralem schwefelsauren Kali kochend gesättigt, so scheidet sichbeim Erkalten basisch-schwefelsaure Zirkonerde ab, welche mit einerconcentrirten Lösung von schwefelsaurem Kali abgewaschen wird, umall 18 Eisen zu entfernen; es bleibt reines Zirkonerdesalz. Die Flüssigkeit,aus welcher sich das basische Salz abgeschieden hat, giebt mit kohlen-saurem Kali fast neutralisirt und dann mit schwefelsaurem Kali versetztund gekoeht noch weiteres Zirkonsalz. Das so erhaltene Salz mit Na-tronhydrat geschmolzen, und dann mit Wasser gekocht oder mit kau-stischer Lauge digerirt, der Rückstand in Salzsäure gelöst, giebt mitAmmoniak reines Zirkonerdehydrat (Berzelius).

Das unreine Zirkonerdehydrat giebt mit wässeriger Oxalsäure gekochtlösliches Eisenoxydoxalat, während das Zirkonerdesalz ungelöst bleibt,nur ist hierbei ein Ueberschuss von Oxalsäure zu vermeiden, weil sichsonst auch Zirkonerde löst. (Duboisund Silveira 1 ). Berlin 2 ).Durch Zersetzung der oxalsauren Zirkonerde mit Kali bildet sich kali-haltendes Oxyd, welches in Salzsäure gelöst und mit Ammoniak ge-fällt wird.

Nach Scheerer 3 ) wird die Schmelze von 1 Tbl. Zirkonpulverund 4 Thln. kohlensaurem Natron mit Wasser ausgewaschen, wo Zir-konerde - Natron als weisses schweres krystallinisches Pulver zurück-bleibt, von welchem sich das beigemengte Eisenoxyd leicht durch Ab-

*) Annal. de chim. et de phys. [2.] T. XIV, p. 11. -Bd. LVIII, S. 146. 3) Pogg. Annal. Bd. LIX, S. 48.

2 ) Journ. f. pvajit. Cliem.

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