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9 (1864) [U - Z]
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1058 Zirkoniumjodid. Zirkoniumoxyd

boeder endigen; die Krystalle spalten parallel den hexagonalen Prisma-flächen ; sie lösen sich sehr leicht in Wasser.

Aus einer mit überschüssigem Fluorzink versetzten Lösung kry-stallisirt das Salz 2 Zn-F . ZrF 2 -|- 12 HO in monoklinometrischen mitdem entsprechenden Nickelsalz ganz isomorphen Krystallen, die sichvollständig in kaltem Wasser lösen; beim Kochen der Lösung scheidetsich aber Fluorzink ab. Fe.

Zirkoniumjodid ist noch nicht bekannt.

Zirkoniumnitret, Stickstoffzirkoniums, un-ter Stickstoffmetalle (Bd. VIII, S. 305).

Zirkoniumoxyd, Zir koner de, Zir konsäure, Hyac inth-erde. Formel: ZrO oder Zr 2 0 3 oder Zr0 2 (s. unter Zirkonium S. 1051).Berzelius und nach ihm Hermann bezeichneten die Erde als Zr 2 0 3 (Zr= 33,5); L. Gmelin und Andere nehmen dieses Oxyd als ZrO (Zr =22,4); doch ist es eine so schwache Basis, dass diese Formel wenigWahrscheinlichkeit hat. Das specifische Gewicht des Dampfes vonChlorzirkonium veranlasste Deville die Formel des Oxyds = Zr0 2(Zr =ss 44,8) zu nehmen, für welche Formel G. Rose 2 ) sich aussprachin Rücksicht auf die Isomorphie des Zirkons mit Titansäure (Rutil);Marignac aber fand einen weiteren Grund in der Aehnlichkeit derFluorverbindungen des Zirkoniums mit denen von Zinn und Silicium.Die Zirkonerde kann danach neben Titansäure, Zinnsäure und Kiesel-säure gestellt werden. G. Rose bezeichnete sie daher als Zirkonsäure.

Das Zirkonoxyd bildet sich beim Glühen von Zirkonium an der Luft,sowie beim Schmelzen desselben mit den Hydraten oder Carbonatenund wasserhaltenden Boraten der Alkalien auf Kosten des Sauerstoffsdes Wassers oder der Kohlensäure. Das Zirkonium wird auch durchSieden mit Königswasser oder mit concentrirter Schwefelsäure aber nurlangsam oxydirt.

Die Zirkonerde findet sich als Silicat im Zirkon (s. d. Art. S. 1050)sowie im Hyacinth und im Eudialit, im letzteren verbunden mit Kalk-undEisenoxydulsilicat, sowie in einigen anderen Mineralien (s. S. 1051).

Die Zirkonerde wird aus dem Zirkon oder Hyacinth dargestellt;diese Mineralien werden zuerst glühend in Wasser abgelöscht, am be-sten werden dann die farblosen Stücke, weil frei von Eisen, ausgewählt,sie werden fein gepulvert und geschlämmt. Das geschlämmte Pulverwird mit dem vierfachen Gewicht kohlensauren Natrons gemengt undin einem Platintiegel am besten im Gebläseofen aufgeschlossen; Hen-neberg und Wackenroder setzen hierbei etwas Salpeter zu. Ber-zelius glüht das Gemenge von 1 Thl. Zirkonpulver mit 3 Thln. koh-lensaurem Kali, und legt dabei auf die gesinterte Masse, so dass esden Tiegel nicht berührt, von Zeit zu Zeit ein Stückchen Natronhydrat.

Das Zirkonpulver kann auch durch Schmelzen mit 3 bis 4 Thln.Natronhydrat im Silbertiegel aufgeschlossen werden.

Wenn der Zirkon oder Hyacinth eisenfrei war, so wird die auf-geschlossene Masse mit Säure übersättigt, dann bis fast zur Trockneabgedampft zur Abscheidung der Kieselsäure, wonach die rückständigeMasse mit Wasser aufgeweicht und das Filtrat mit Ammoniak gefälltwird; es scheidet sich hier Zirkonerde ab, wenn Eisen vorhanden war ge-

*) Pogg. Annal. Bd. CVII, S. 602.