Zellgewebe, thierisches.
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nen parallel laufenden Bindegewebszellen feinkörnige blaue Nieder-schläge, die ein zierliches Netzwerk bilden.
Verschieden von dem streifigen Bindegewebe verhält sich das eben-falls zum Bindegewebe gehörende Gewebe der Hornhaut. DieLeimlösung aus derselben verhält sich nicht wie eine Glutinlösung,sondern ähnlich wie eine Chondrinlösung. Dieselbe ist opalisirend,von schwach alkalischer Reaction, besitzt bedeutende Klebkraft undverhält sich gegen ßeagentien wie folgt: Alkohol bewirkt in der con-centrirten Lösung einen in Wasser löslichen Niederschlag, Essigsäurein minima fällt weisse Flocken, die beim Stehen oder Erwärmen zuhellen Tropfen zusammentreten und im Ueberschuss der Säure sowiein Salzlösungen leicht löslich sind. Schwefelsäure, Salpetersäure, Salz-säure erzeugen ebenfalls im Ueberschuss der Säure leicht lösliche Nie-derschläge. Die Präcipitate durch Alaun, Bleizucker, Eisenvitriol,Kupfervitriol lösen sich im Ueberschuss des Fällungsmittels wieder auf,nicht so die mit Quecksilberchlorid, Gerbsäure, Platinchlorid. Bleiessigund Alkalien geben keine Fällung. Behandelt man die Hornhaut mitEssigsäure, so wird sie anfangs durchsichtig, später unter Quellunggallertig, aber auch bei sehr langem Maceriren damit löst sich dieGrundsubstanz nicht auf, wohl aber bewirken bei längerer MacerationMineralsäuren vollständige Lösung. Verdünnte Mineralsäuren besitzendieses Vermögen nicht, hat man aber Hornhaut längere Zeit mit ver-dünnten Mineralsäuren macerirt, so löst dann kochendes Wasser dieGrundsubstanz in kürzester Frist auf. Diese Lösungen werden durch] erridcyankalium gefällt, was bei dem allein durch Wasser gewonne-nen Hornhautleim nicht der Fall ist. Die Hornhautzellen enthalten imWesentlichen Albuminate. Wenn man die Hornhaut ihres Epithels be-raubt, so zieht Essigsäure kaum eine Spur eines Albuminates aus. DieMineralbestandtheile der Hornhaut bestehen vorzugsweise aus Alkali-salzen ; die Asche reagirt alkalisch und braust mit Säuren; ebenso auchdie Asche des Hornhautleims und der von ihm getrennten Zellen.
Verschieden von dem gewöhnlichen Bindegewebe verhalten sichferner das embryonale Bindegewebe (auch das der Hornhaut) unddas homogene Bindegewebe vieler Avertebraten.
Embryonale Bindegewebe geben keinen Leim; das durch Kochenmit Wasser aus solchen Geweben erhaltene Extract verhält sich in sei-nen Reactionen dem Schleinistoff und dem Pyi'n ähnlich; daher auchder Name Schleimgewebe für embryonales Bindegewebe. In diesenGeweben ist statt der leimgebenden Grundmasse eine gallertige ofthalbflüssige oft ganz durchsichtige Substanz enthalten, die bald auseinem albuminatähnlichen Körper besteht, bald wieder ganz eigenthiim-lich ist. Zuweilen enthält sie Schleimstoff, zuweilen Körper von ab-weichenden Reactionen. Hierher gehören zum Theil die Colloi'd-masse und die Gallertmasse des sogenannten elektrischen Schwanz-organs von Eaja oxyrhynchus. Das Gallertgewebe der Medusen enthältweder Collagen noch SchleimstofT, noch ein wirkliches Albuminat.
Ueber die chemische Entwickelung des Bindegewebes von Drum-mond gemachte Angaben sind nur mit Vorsicht aufzunehmen. Nachihm ist die Grundmasse, in der die ursprünglichen Bildungskugeln lie-gen Albumin, auch die Körnchen die in der Nähe der letzteren ab-gelagert sind, bestehen aus einem Albuminat (nach Drummond ausFaserstoff??), weil Essigsäure, Weinsäure, Salzsäure sie zuerst aufquel-