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9 (1864) [U - Z]
Entstehung
Seite
306
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306 Vulpinsaure.

Ammoniak erhalten; es bildet gelbe Krystalle, die in Wasser undAlkohol löslich sind. Beim Erwärmen verlieren sie Ammoniak undWasser und sind dann nicht mehr vollständig in Wasser löslich.

Vulpinsaurer Baryt: BaO . C 3S H 13 0 9 -f-2 HO. Beim Kochenvon Vulpinsäure mit kohlensaurem Baryt und Wasser scheidet sich dasSalz beim Erkalten des Piltrats in hellgelben nadelförmigen Krystallenab. Aus Alkohol umkrystallisirt wird ein Salz von anderem Wasser-gehalt in orangegelben Nadeln erhalten.

Vulpinsaures Kali: KO .CggBigOs-f 2HO. Das Salz bildetsich beim Kochen der Säure mit wässerigem kohlensauren Kali, wiebeim Schütteln der in Alkohol gelösten Säure mit trockenem kohlen-sauren Kali. Das Salz krystallisirt in hellgelben Nadeln und ist inWasser wie in Alkohol ziemlich schwer löslieh.

Vulpinsaures Silberoxyd: AgO .C 38 H 13 0 9 . Das Salz wirdam besten durch Fällen des gelösten reinen Kalisalzes mit gelöstemneutralen salpetersauren Silber und Auswaschen des gelben Nieder-schlags mit Wasser dargestellt. Das Salz ist leicht zersetzbar, es löstsich in Ammoniak, auch in kochendem Wasser, hier jedoch unter theil-weiser Zersetzung, wobei ein missfarbiger Rückstand bleibt. Bei 100° C.schwärzt das Salz sich, nimmt dabei aber nur wenig am Gewicht ab.

Bebert hatte vorgeschlagen, die Vulpinsäure zum Gelbi'ärbenvon Zeugen zu verwenden. Fe.

Anhang.

Oxatolylsäure. Die wie oben (S. 305) angegeben darge-stellte Oxatolylsäure, C 32 H 16 0 6 , giebt aus Alkohol umkrystallisirtfarblose gradrhombische vierseitige spröde Säulen. Die Säure ist kaumin kaltem und schwierig in kochendem Wasser löslich; sie löst sichreichlich in kaltem, leichter in kochendem Weingeist und auch in Aether.Sie schmilzt bei 154° C, bei höherer Temperatur verflüchtigt sie sichunter Zersetzung wie es scheint. Rauchende Salpetersäure ver-wandelt die Oxatolylsäure in eine gelbe harzartige in Alkohol löslicheMasse, wahrscheinlich Nitrooxa-tolylsänre, welche beim Kochen mit Ka-lilauge Nitrotuluol und Oxalsäure gicbt. Beim Kochen mit Kalilaugevon 1,3 specif. Gew. zerfällt die Oxatolylsäure in Toluol und Oxal-säure (C 32 H, 6 0 8 + 2NO = 2.C U H 8 + C 4 H 2 0 8 ). Die Oxatolyl-säure reagirt stark sauer, sie bildet mit den Alkalien lösliche, mit denErdalkalien schwerlösliche Salze.

Oxatolylsaures Aethyloxyd: C 4 H 5 0 . C 82 H 15 0 s , durchEinwirkung von Alkohol auf die alkoholische Lösung der Säure erhal-ten, sowie durch Einwirkung von Jodäthyl auf das Silbersalz bildi-tfarblose Säulen, die bei 45° C. schmelzen.

Oxatolylsaurer Baryt: Ba O . C 32 H,5 0 5 -f- 4HO, wirddurch Fällen des Ammoniaksalzes mit Chlorbarium als krystallinischerNiederschlag erhalten, der sich aus verdünntem Alkohol umkrystallisi-ren lässt. Das Salz verliert bei 100° C. sein Krystallwasser.

Oxatolylsaures Bleioxyd: PbO . C, 2 H 15 0 3 -f- 4HO, wirddurch doppelte Zersetzung des Ammoniaksalzes in feinen Krystallnadelnerhalten, die sich kaum in Wasser lösen; das Krystallwasser geht selbstbei 120°C. nicht vollständig fort.

Oxatolylsaures Silberoxyd: AgO . C 32 H 15 0 5 , wird durch

Fällen als krystallinischer Niederschlag erhalten.

Fe.