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Verzinken.
rosten sehr ausgesetzt sind, Anwendung, leistet aber in dieser Hinsichtdie vortrefflichsten Dienste und übertrifft schon deshalb jeden andernSchutz des Eisens gegen Rosten, weil selbst wenn kleine Stellenunbedeckt bleiben diese nicht rosten, sondern häufig sich noch vonselbst mit Zink dünn bekleiden v ). Man hat das verzinkte Eisen mitdem Namen „galvanisirtes Eisen" fer galvatiise belegt, was andeu-ten soll, dass es durch die galvanische Wirkung des Zinks gegen Rostgeschützt ist.
In der Regel ist das Eintauchen gutgereinigten Eisens in geschmol-zenes Zink das beste Verfahren um eine genügend starke Zinkschichtzu erzeugen. Dabei ist im Vergleich mit dem Verzinnen nur dieSchwierigkeit zu überwinden, dass man sorgfältig die Zeit abmessenmuss, in der das Zink sich mit der Oberfläche des Eisens legiren,und letzteres gleichmässig überziehen kann, es aber sofort aus demBade entfernt, damit das Zink nicht tiefer eindringt, wodurch das Eisenbrüchig werden würde.
Ueber die anzuwendenden Beizen zum Reinigen des Eisens s. Art.Verzinnen. Beim Verzinken pflegt man inder Regel zuletzt eine mitZinkchlorid versetzte Beize 2 ) anzuwenden, oft auch noch eine schwacheVerkupferung zu erzeugen 3 ) und die Gegenstände schwach mit Sal-miaklösung befeuchtet in das geschmolzene Zink einzuführen. Einegleichmässige nicht zu rasche Abkühlung der Verzinkung durch war-mes Wasser bedingt Gleichmäßigkeit und Schönheit des Ueberzuges.Um den Drähten beim Verzinken ihre Festigkeit zu erhalten, bedarfman einer Einrichtung, welche dieselben durch heisses aber nicht über-hitztes Zink mit gleichbleibender Schnelligkeit durchführt 4 ), auch fürdie Eintauchung der Bleche scheint eine Führung durch Walzen 6 ) diezweckmässigste Vorrichtung.
Um die Kessel, worin man das Zink geschmolzen erhält, gegenden zerstörenden Einfluss desselben zu schützen, hat man dieselben miteinem Thonbeschlag auszukleiden versucht. Derselbe pflegt nur kurzeZeit zu halten, Winniwarter 6 ) giebt zuerst soviel Blei in den Kessel,dass derselbe bis zu 2 / 3 davon angefüllt wird, dann das Zink, welchessich nur wenig mit dem Blei mengt. Der Theil des Kessels, der mitdem Zink in Berührung ist, wird durch einen Thonbeschlag geschützt.
Allmälig nimmt das Zink so viel Eisen auf, dass es zu einer tei-gigen Masse wird, die nicht mehr zum Verzinnen dienen kann.
Verzinkung auf nassem Wege. Kleine Waaren von Kupferoder Messing überziehen sich leicht mit einer dünnen festhaftendenZinkschicht, wenn man sie zugleich mit Zinkgranalien in einer Lö-sung von Chlorzink kocht (Böttger), oder wenn man Salmiaklösungmit Zinkgranalien kocht und in diese Lösung die Waaren einträgt.Mit dieser Lösung können auch eiserne Gegenstände mit Zink überzo-gen werden (Eisner).
Soll der Niederschlag stärker werden, so muss man eine schwache gal-vanische Batterie zu Hülfe nehmen. Louyer 7 ) macht eine bei 20° C.
!) Dingl. polyt. Journ. Bd. CIX, S. 478. — 2 ) Dingl. polvt. Journ. Bd. CXXV,S. 191; Bd. XCI, S. 304. — 3 ) Dingl. polyt. Journ. Bd. CLXI, S. 194. — *) Dingl.polyt. Journ. Bd. CXLIII, S. 434; Bd. CXLIV, S. 118; Bd. CLXI, S. 194. —6 ) Dingl. polyt. Journ. Bd. XCI, S. 304. — °) Polyt. Centralbl. 1862, S. 1105. —~) Dingl. polyt. Journ. Bd. XCV, S. 320 u. 454, auch Sorel ebend. Bd. CXU,S. 121.