^
'
gegangenen und begleitenden Zufallen der Verschwärungder Lungen und anderer Organe. Was man in einer solchenVerschwärung innerer Theile für eine Prognosis zu stellenhat, daß ist an andern Orten (Handb. der Pathol.TH. lll.§.8,I. f. Th. II. §. 5^2. f.) gelehrt worden. Man kanndiese Prognosis zum Theil aus der Veränderung dieses jau-chigen Auswurfs hernehmen. Wird derselbe sehr scharf, fres-send und stinkend, so steht ein übler Ausgang der. Verschwä-rung bevor. Verändert er sich aber in eine milde, geruch - undgeschmacklose, wcisigelbliche Feuchtigkeit, so kann man ausdiesem Uebergang des Geschwürs in einen gutartigenAbszeß noch Hoffnung der Genesung schöpfen.
Sehr feste, körnige, den Fleischschwärzchen ähnlicheAuswürfe werden bisweilen im höhern Grade der vollen-deten Lungensucht bemerkt, und zeigen wirklichen Abgangzerstörter Theile der Lungen an, gewähren also immersehr üble Prognosen.
Aber fest, trocken und körnig ist auch der Auswurf, wenneine hartnäckige Stockung in den Bronchialdrüsen Statt fin-det. Dann sieht er zugleich braun oder schwärzlich aus, undfindet sich bey übrigens ziemlich gesunden Leuten am mei-sten des Morgens ein, wo er nur dann bedenklich ist, wenner zu lange währt, und stärkere Beklemmung auf der Brusthervorbringt. In diesem Falle kann er den Uebergang in
die skrovhulöse Schwindsucht anzeigen.1062.Der Geschmack des Auswurfs ist in kritischen Fällen ent-weder ganz unmerklich, oder ziemlich deutlich salzig. Findetsich dieser salzige Geschmack des Auswurfs aber ohne gekochteBeschaffenheit, so zeigt er den bevorstehenden Bluthusten an ;findet er sich nach dem Bluthusten, ebenfalls ohne gekochtzu seyn, so sieht der Ucbergang in langwierige Brust-krankheiten zu besorgen.