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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
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374
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Zehntes Capitel.Von dem Auswurfe.

>o33.

Auswurf (8put») nennen wir alle die Feuchtigkeiten,welche durch Ra'uspern und Husten aus der Luftröhre und denLungen heraufgebracht werden. Im natürlichen Zustande er»folgt nur ein Auswurf aus den Bronchialdrüsen durch Räu-spcrn oder kurzes Anstösse«/ welches sich bey gesunden Leutenbisweilen des Morgens findet. Alle übrige Auswürfe sind wi-dernatürlich, weil die Feuchtigkeiten gewöhnlich nur in sol-cher Menge in den Lungen und der Luftröhre vorhanden sind,daß die Wege dadmch schlüpfrig erhalten werden.

Die Entstehung des Auswurfes setzt also eine Eongesti-on zu den Lungen und der Luftröhre voraus, welche entwedervon idiopatischen oder consensuellen Reihen oder von Erschlaf-fung der Drüsen und Gefäße herrührt, und folglich einensehr verschiedenen innern Zustand anzeigen kann. Es sindalso nicht bloße Brustkrankheiten, in welchen der Auswurferscheint, sondern das Leiden anderer Organe kann auch durchMitleidenschaft die Lungen angreife« und Auswürfe erregen.'lc>35.

Entscheidend ist der Auswurf gewöhnlich nur in Brust-krankheiten; diese mögen nun bloß katarrhalisch oder ent»zündlich seyn. Hier pflegt der Auswurf, nach vorhergegan-genen Zeichen derKochung aufderZunge, indcrHautundim Urin, gelbweißlich, von mäßig dicklicher Consistenz undmit Erleichterung zu erfolgen.

In Brustentzünduugen ist er besonders erleichternd,wenn er außer seiner mäßig dicklicheuConsistenz und gelbweiß-