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Aber auch zu Anfange mancher hitziger Krankheiten,besonders der Nervc». und Gallenßeber ist die Neigung zuschwitzen sehr bedenklich. In der rohen Periode der Krank-heit müssen die Kräfte aufs äußerste dadurch geschwächt wer-den, es müssen die größten Unordnungen dadurch ent-stehen.
Die Consistcnz der Schweiße und ihre Mischung ver-räth sick zum Theil durch die Farbe, welche sie der Leinwandmittheilen , zum Theil durch das Anfühlen selbst. Mäßigdünne und stutzige Schweiße smd immer vorthcilhaftec alsklebrige, zähe, die einen Vorrath von Lymphe und thieri-scher Gallerte voraussetzen. Wenn diese mit den Schweiße«ausgeleeret wird, so muß man beträchtliche Erschlaffung inden Mündungen der Hautgefäße und eine Anlage zur Aus-zehrung oder andere Folgen der Schwäche befürchten. Inhitzigen Krankheiten gehen diese klebrige Schweiße, beson»ders wenn sie zugleich kalt und partiell sind, vor den schlimm-sten Nervenbeschwerden und vor den übelsten Ausgängen her.
Gelb färben die Schweiße die Leinwand, wenn sie vielgallichten Stoff enthalten; roth, wenn Blut mildemSchweiße inFaulßebcrn fortgeht.lo3«.
Endlich muß man auf die Temperatur der Schweißtaufmerksam seyn. Kritische Schweiße sind gewöhnlich warm,und steigen in Dunstgestallt zuerst von den Achseln und Wei-chen auf. Aber kalte Schweiße entstehen von innerer Angst,Krämpfen und Unthätigkcit in den Hautgefäßen, und sindnie heilsam, oft gefährlich, wenn sie sich mit andern übel«Zeichen verbinden.