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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
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372
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In langwierigen Ausfchlägen ist gleichfalls der eigen-thümlicbe Geruch der Ausdunstung und des Schweißes cha-rakteristisch. In der Krätze bemerkt man einen schimmlichtcn,in den Flechten einen empyreumatischcn Geruch des Schwcißes, und man kann diese Exanthcme dadurch von einanderunterscheiden, wenn auch ihre äußere Formen in einanderlaufen sollten.

Einen unerträglichen bockartigen Geruch findet man inallen aussätzigen Uebeln; so wie in der Lustseucke fast durch-gehends ein ekelhaft süßlicher Geruch in der Ausdünstungauffallend ist.

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Endlich findet Man auch nach den Anfällen der Nerven-krankheiten, der Epilepsie, Melancholie, Hundswnth :»einen unertrcigUch stinkenden Schweiß, derdieFolgederhes^tigeuKrämpfe ist, wovondieAbsonderungswerkzeugeinderHaut betrossen wurden.

Ferner ist die Menge des Schweißes nicht unwichtig.So nachtheilig ein schmelzender Schweiß ist, in dem derganze Körper zu zerstießen scheint; eben so schädlich ist es,wenn der Schweiß nur tropfenweise hervorbricht, und baldwieder durch Schauder oder trockene Hitze unterbrochen wird.Hinreichend ist der Schweiß gewesen, wenn er erleichtert,und wenn er von selbst nach einer oder etlichen Stundenaufhört.

Die schmelzenden, nicht von selbst wieder aufhörendenSchweiße find desto nachtheiliger, je mehr vorher die Kräfteschon erfchopft sind. In allen Auszehrungen machen sie einenHauptzusall aus, wodurch wr todtliche Ausgang der Krank-heit noch mehr begünstigt wird.